STZ+STZ+Kunsthistorische Schätze in Weil der Stadt
: Echthaarperücken und ein Bild von Hitler

Von Barock bis Moderne: In der Kirche St. Peter und Paul gibt es einen bunten Mix der Kunstgeschichte. Darunter auch ein umstrittenes Fenster.
Von
Wiebke Kahns
Stuttgart
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  • Ob gläubig oder nicht: Für Hobby-Kunsthistoriker gibt es in der Kirche St. Peter und Paul in Weil der Stadt Schätze aus vielen Epochen zu entdecken.

    Foto: Simon Granville
  • Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde im Jahr 1200 errichtet...

    Simon Granville
  • ... damals nur mit den beiden kleineren Osttürmen. 1388 kam der große Westturm hinzu.

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  • Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche vergrößert. Seitdem ist sie lebendiger Ort der Kirchengemeinde – die im Laufe der Jahrhunderte und Jahrzehnte die Ausstattung der Kirche geprägt hat.

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  • Beim großen Stadtbrand 1648 stürzte das Dach des Kirchenschiffs ein. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es wieder stilgerecht aufgerichtet.

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  • Mittelalter, Gotik, Barock und Moderne: Ausstattung aus vielen Epochen findet sich in der Kirche.

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  • Den barocken Hochaltar zieren zwei Figuren: Die beiden Namensgeber der Kirche, der Heilige Petrus und der Heilige Paulus.

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  • Während der Hochaltar aus dem Jahr 1700 noch in klassischem Barockstil gehalten ist, ist die Kanzel im luftig, leichten Rokokostil gearbeitet. Sie wurde 1740 von J. Höchstetter erschaffen, der als Künstler einige Jahre in Weil der Stadt lebte.

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  • Fällt der Blick nach hinten auf die Orgelempore, entdeckt man einen Orgelprospekt aus dem Jahr 1730. Die Orgel selbst stammt von 1968.

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  • Der Teufel trägt die Gesichtszüge des Diktators: Das sogenannte Hitler-Fenster verschaffte der Weiler Kirche auch überregionale Bekanntschaft. Es ist eins von mehreren kirchlichen Kunstwerken in Deutschland, in denen Hitler dargestellt wird – die meisten davon, wie in diesem Fall, mit explizit negativer Bedeutung.

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  • Nicht nur für kunsthistorisch interessierte Menschen ist ein Besuch der Stadtkirche St. Peter und Paul interessant, sondern auch für Familien, da es für Kinder in dem Kirchraum viel zu entdecken gibt.

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