Leonberg
: Ladenhüter oder Verkaufsschlager?

Verbrenner oder doch ein E-Auto? Erstmals dürfen auf der Leonberger Autoschau Probefahrten gemacht werden. Viele kommen, um sich über die neuesten Trends zu informieren.
Von
Ute Jenschur
Stuttgart
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  • Auf der Leonberger Autoschau stehen Verbrenner und E-Autos gleichberechtigt nebeneinander

    Simon Granvill/e
  • Autoschau in Leonberg: Was gibt es Neues?

    Simon Granville
  • Die Modelle ins richtige Licht gerückt.

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  • Wohin geht der Trend?

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  • Erstmals sind Testfahrten möglich.

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  • Bulldog- und Schleppertreffen in Rutesheim.

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  • Impressionen bei der Rutesheimer Sichelhengetse.

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  • Mit der Hebebühne in luftige Höhen.

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  • In Rutesheim gibt es traditionell Geschmiedetes.

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  • Die Bürgermeister Dirk Oestringer (Mitte) und Alain Chrétien (links) haben Spaß beim Gerlinger Fassanstich.

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  • Gerlingens Bürgermeister Dirk Oestringer am Ausschank.

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  • Die Läufer aus Vesoul kommen in Gerlingen an.

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  • Die Gerlinger Stadtkapelle darf nicht fehlen.

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  • Schöne Stimmung beim Tag des offenen Denkmals in Weil der Stadt.

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  • Hereinspaziert...

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  • In der Münchinger Buddenberghalle stellen einige Künstler ihr Werke aus.

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  • Begegnungen vor den Kunstwerken.

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Das Wetter könnte nicht besser sein zu dieser 47. Leonberger Autoschau. Da hat der eine oder andere Besucher nicht nur Lust zum Schauen und Probesitzen, sondern auch zum spontanen Probefahren. Das ist in diesem Jahr erstmals möglich, alle Autohäuser können bis zu zwei Modelle so parken, dass trotz Besucherströmen eine schnelle Ausfahrt aus dem Ausstellungsgelände möglich ist.

Das ist eine Neuerung, die Michael Streicher, Verkaufsleiter im Autohaus Müller und Sprecher der Ausstellergemeinschaft, gerne direkt mit seinem ersten Kunden an diesem Tag teilt. Und so geht es auf Wunsch des Kunden auf gemeinsame Probefahrt mit dem voll elektrischen BMWiX1. Außerdem steht ein vollelektrischer Mini zur Probefahrt bereit. „Die Interessenten können natürlich auch alleine die Autos probefahren, aber so kann ich genauer kennenlernen, was für ein Fahrprofil der Kunden hat und welches Auto wirklich zu ihm passen würde“, so Streicher.

Wie das Kraftfahrtbundesamt vor wenigen Tagen mitgeteilt hat, sind die Zulassungszahlen für E-Autos im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast 70 Prozent zurückgegangen. Allerdings ist ein Vergleich mit dem Vorjahr schwierig, denn aufgrund der damals auslaufenden Förderung von E-Autos haben viele Interessenten den Autokauf vorgezogen, sodass die Zahlen nur bedingt vergleichbar sind. Dennoch ist der Rückgang der Neuwagenkäufe insgesamt in der Branche erheblich. Trotz deutlichem Rückgang der Verkaufszahlen sind E-Autos aber keine Ladenhüter. Alle Autohäuser bieten vollelektrische oder zumindest Hybridversionen an, und so stehen auf der Leonberger Autoschau Verbrenner und E-Autos durchaus gleichberechtigt nebeneinander und das Kundeninteresse an der E-Mobilität ist hoch, weil die Marken und Modelle hier vor Ort direkt verglichen werden können.

„Der Trend geht wieder zum Verbrenner.“

Beim Rutesheimer Auto Epple stehen Verbrenner und E-Autos ebenfalls nebeneinander auf der Ausstellungsfläche, beispielsweise die sportliche Marke Cupra als Verbrenner oder E-Auto. Insgesamt sieht aber Betriebsleiter Jürgen Wessel eine gesunkene Nachfrage im Elektrobereich. „Der Trend geht wieder zum Verbrenner.“

Michael Zaleski, VW-Verkaufsleiter im Autohaus Weeber, sieht Wellenbewegungen bei den Verkäufen. Im Moment sei in der Tag die Nachfrage nach E-Mobilität abgekühlt, da die Käufer verunsichert seien. „Die E-Technik ist mittlerweile ausgefeilt. Wer einmal ein E-Auto gefahren ist, der will nicht mehr zurück.“

So geht es auch Robert Göhre und Stephanie Bergmann aus Neuhausen/Enz. Für sie gibt es kein Zurück zu den Verbrennern, beide sind bereits auf E-Mobilität umgestiegen und haben es nicht bereut.

Beide haben gute und günstige Lademöglichkeiten im Betrieb und zuhause und auf Langstrecken gibt es mittlerweile genügend Stationen. „Man sollte halt die Route planen, also vorab schauen, wo es Ladestationen gibt“, sagt Robert Göhre. „Und es ist einfach ein entspannteres Fahren, es gibt in einem vollelektrischen Auto kein Schaltruckeln.“

Auch in Sachen Bewirtung haben sich die Organisatoren in diesem Jahr etwas Neues einfallen lassen. Das zuletzt wenig genutzte Festzelt mit Musikprogramm ist weggefallen zugunsten einer dezentralen Bewirtung. Auf dem Gelände verteilt sind ein Stand des Musikvereins Lyra Leonberg mit einer klassischen Fest-Speisekarte rund um Würste vom Grill, Rollbraten, Pommes und Kuchen. Ergänzt wird das Lyra Angebot durch zwei Foodtrucks, einmal mit Maultaschenvariationen und zum anderen mit vegetarischen und veganen Bowls. Dazu gibt es reichlich Sitzgelegenheiten. „Die Besucher sind jetzt viel näher an den Autos dran, das ist das Schöne am neuen Konzept“, ergänzt Michael Streicher.

Autos, Kettcar und Roller

Rund um die Autoschau hat der Organisator Joachim Degl im Rahmenprogramm einiges Neues, bei dem örtliche Vereine eingebunden werden. So hat der 1. Karnevalverein Leonberg zu einer Fahrradbörse eingeladen, und auf einem Straßenparcours können die Jüngsten dank der Judoabteilung des SV Leonberg-Eltingen das Fahren über ein Hindernis oder das Anfahren an der Ampel mit einem Bobbycar, Kettcar oder Roller üben.

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