Mindestens neun Schulen im Kreis Böblingen: Zwei Jugendliche nach Schuleinbrüchen in Untersuchungshaft

Die jungen Tatverdächtigen hatten laut Polizeiangaben bei der Kontrolle Briefpapier des Böblinger Lise-Meitner-Gymnasiums bei sich.
Bischof/Archiv- Zwei junge Männer sollen seit Anfang Juni mindestens neun Schulen im Kreis Böblingen ausgeraubt haben.
- Eine nächtliche Verkehrskontrolle führte zur Festnahme – mutmaßliches Werkzeug lag im Opel.
- Im Auto lag Briefpapier des Lise-Meitner-Gymnasiums, dort fand die Polizei frische Spuren.
- Wohnungen wurden durchsucht, Laptops und Tablets aus früheren Einbrüchen sichergestellt.
- Haftrichter erließ Haftbefehle. Die Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine ungewöhnliche Einbruchserie dürfte nun wohl bis auf Weiteres zu Ende sein: Der Polizei sind zuletzt zwei junge Männer ins Netz gegangen, die in den vergangenen Wochen mindestens neun Schulen im Kreis Böblingen ausgeraubt haben sollen.
Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen 17- und einen 19-Jährigen. Eine Polizeikontrolle war den beiden zum Verhängnis geworden. Jetzt sitzen die jungen Männer in Untersuchungshaft. Den Ermittlungen zufolge sollen sie Diebesgut im Wert von mehreren Zehntausend Euro erbeutet und einen ähnlich hohen Sachschaden verursacht haben.
Aufgeflogen sind die beiden Tatverdächtigen, als eine Streifenwagenbesatzung sie gegen 0.45 Uhr in Böblingen für eine Verkehrskontrolle anhielt. In dem Opel fanden die Beamten mutmaßliches Einbruchswerkzeug sowie ein Schreiben mit dem Briefkopf des Lise-Meitner-Gymnasiums (LMG). Eine zweite Streife überprüfte daraufhin das LMG in der Triberger Straße und stieß dabei auf frische Einbruchsspuren. Im Schulgebäude waren mehrere Räume durchwühlt und mehrere Hundert Euro Bargeld gestohlen worden.
Einbrüche in Böblingen, Holzgerlingen, Waldenbuch und Weil im Schönbuch
Die beiden Insassen wurden vorläufig festgenommen. Auf richterliche Anordnung durchsuchte die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg anschließend ihre Wohnungen und stellte zahlreiche Gegenstände sicher – darunter Laptops und Tablets, die eindeutig früheren Schuleinbrüchen zuzuordnen waren. Nach aktuellem Ermittlungsstand sollen die beiden seit Anfang Juni für mindestens neun Einbrüche in Schulen in Böblingen, Holzgerlingen, Waldenbuch und Weil im Schönbuch verantwortlich sein.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart führte die Polizei die Tatverdächtigen einem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vor. Dieser erließ Haftbefehle gegen die beiden und wies sie in eine Justizvollzugsanstalt ein. Die Ermittlungen dauern an.
„Abgesehen, dass die beiden jetzt in Haft sitzen, haben sich die Einbrüche für sie ja durchaus gelohnt“, sagt ein Polizeisprecher mit leicht ironischem Tonfall. Schließlich hatten sie bei ihren Raubzügen vor allem Wertgegenstände in fünfstelliger Höhe erbeutet. Unklar ist, ob die beiden Jugendlichen noch weitere Schuleinbrüche begangen haben, die sich zuletzt im Raum Stuttgart ereignet haben. „Darüber kann man im Moment nur spekulieren“, so der Polizeisprecher.
