Neuer Spielplatz in Böblingen: Ein Kletterparadies beim Hallenbad

Auf den Spielplatz, fertig, los!
Eibner-Pressefoto/Francesco ConsentinoFarbenfroh kommt der frisch sanierte Spielplatz Murkenbach am Böblinger Hallenbad daher: Grüne angestrichene Holzbalken ragen in die Höhe, gekrönt von leuchtend roten Holzelementen in Blumenform.
Mit einem scheuen Blick betrachtet der fünfjährige Yakup die zahlreichen Klettergeräte und den großen Balancierparcours. All das scheint auf ihn noch etwas einschüchternd zu wirken. Um ihn herum klettern bereits andere Kinder fröhlich auf den bunten Geräten. Aus dem Spielplatz Murkenbach ist eine Art moderner Kletterwald geworden.
Für alle Altersgruppe etwas dabei
Es gibt Balancierstämme, Seile und Kletternetze – und wer den Parcours meistert, kann sich am Ende mit einer rasanten Fahrt über die Geländerrutsche belohnen. Auch einen Sandelbereich gibt es, in dem Kinder mit Bagger, Schaufel und Eimer buddeln können. „Hier ist für alle Altersgruppen etwas dabei“, sagt Birte Bonzheim von der Abteilung Umwelt und Grünflächen.
Die Sanierung, die insgesamt sechs Wochen dauerte und 65 000 Euro kostete, sei sogar noch früher als gedacht fertig geworden. Einer, den das freut, ist Oberbürgermeister Stefan Belz. „Ich bin sehr glücklich, dass den Kindern nun neue Spielgeräte zur Verfügung stehen. Die alten Geräte waren zum Teil schon 15 Jahre alt.“
„Mehr Schattenplätze wären gut“
Zur Eröffnung herrscht lebhaftes Treiben. Besonders die Reckstange weiß zu begeistern. „Die gefällt mir am besten“, sagt ein kleines Mädchen. Viele Eltern begrüßen die Neugestaltung – mit einer kleinen Einschränkung. „Der Spielplatz ist wirklich schön, aber im Sommer könnte es hier zu wenig Schatten geben“, meint Anna-Maria Tref, die mit ihrer kleinen Tochter da ist.
Zöhre Eraslan, die mit ihren Kindern Yakup und Laila gekommen ist, sieht das ähnlich: „Die Kinder können hier schön klettern und turnen und besonders für die Älteren gibt es tolle Geräte. Aber mehr Schattenplätze wären gut.“
Die hölzernen Blumen sollen schützen – eigentlich
Dabei war genau das mit den hölzernen Blumen beabsichtigt. Doch als die Sonne am Eröffnungstag vom wolkenlosen Himmel brennt, spenden sie noch nicht den erhofften Schutz.
Während einige Kinder unermüdlich klettern und balancieren, hält sich Yakup lieber im Hintergrund. Der Fünfjährige scheint heute nicht so in der Stimmung dafür zu sein. „Es ist ihm wohl ein bisschen zu viel los“, sagt seine Mutter Zöhre Eraslan.
Anders sieht es bei Yakups achtjährigen Schwester Laila aus – sie turnt bereits mutig über die Kletterelemente.