OB-Wahl in Sindelfingen
: „Verheerendes Signal“: Kurden fordern Abgrenzung von Grauen Wölfen

Die Kurdische Gemeinde Baden-Württemberg fordert von Politikern in Sindelfingen eine klare Distanzierung von jeder Form von Extremismus – auch dem türkischen.
Von
Michael Weißenborn
Stuttgart
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Wegen seiner Kontakte zu türkischen Extremisten in der Kritik: Der Sindelfinger OB-Kandidat Max Reinhardt (FDP).

Eibner-Pressefoto

Nach dem Wirbel um die Kontakte des Oberbürgermeister-Kandidaten Max Reinhardt (FDP) in Sindelfingen zu türkischen Extremisten warnt die Kurdische Gemeinde die Politik vor Verharmlosung von Gruppierungen wie den Grauen Wölfen. „Es ist nicht hinnehmbar, dass demokratische Politikerinnen und Politiker durch ihre Präsenz bei Veranstaltungen extremistischer Gruppen deren Gedankengut indirekt legitimieren“, sagte Turan Tekin, Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Baden-Württemberg. Deren Ideologien seien demokratiefeindlich, rassistisch und antisemitisch. Solche Auftritte sendeten ein „verheerendes Signal – insbesondere an die Minderheiten, die von diesen Gruppen bedroht würden“, so Tekin.

Die Kurdische Gemeinde fordert eine „klare und öffentliche Distanzierung“ aller demokratischen Parteien von Extremisten wie den Grauen Wölfen und das Überprüfen parteiinterner Verbindungen. Reinhardt hatte mehrfach Kontakt mit Grauen Wölfen und Islamisten der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), etwa bei gemeinsamen Fastenbrechen. Auch sein Rivale um das OB-Amt, Markus Kleemann (CDU), räumte ein Treffen mit der IGMG ein.

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