Ortskernsanierung Rutesheim
: Gebersheimer Straße bleibt schlank – und wird grüner

Die Stadt gestaltet den Abschnitt zwischen Flachter Straße und Renner-/Hegelstraße umfassend neu. Es entstehen barrierefreien Bushaltestellen, einige Parkplätze fallen weg.
Von
Nathalie Mainka
Stuttgart
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Die Gebersheimer Straße in Rutesheim soll attraktiver werden – auch für Fußgänger und Radfahrer.

Simon Granville

Die Stadt Rutesheim plant eine umfassende Sanierung und Neugestaltung der Gebersheimer Straße – betroffen ist hier der Abschnitt von der Flachter Straße bis zum Kreuzungsbereich Rennerstraße/Hegelstraße. Das Projekt ist Teil der Ortskernsanierung Rutesheim IV.

Zusätzliche Bushaltestelle soll kommen

Die Gemeinderäte haben nun einer überarbeiteten Entwurfsplanung zugestimmt. Diese sieht unter anderem vor, neben der bereits geplanten Bushaltestelle auf der Südseite der Straße auch eine zweite Haltestelle auf der Nordseite einzurichten. Diese zusätzliche Haltestelle zwischen den Wohngebäuden Gebersheimer Straße 19 und 23 soll als sogenanntes Buskap mit barrierefreier Gehwegtiefe und speziellen Bordsteinen umgesetzt werden. Der Straßenraum wird damit zwar enger, doch die Stadt hält es für zumutbar, dass der Gegenverkehr während eines Busaufenthalts kurz warten muss. Ein Vorbeifahren wäre nur möglich, wenn auf öffentliche Stellplätze und Baumbepflanzung verzichtet würde – was nicht zur Diskussion steht.

Weitere Änderungen gehen auf Anregungen aus einer Gemeinderatsklausur zurück. So bleibe die Fahrbahnbreite von mindestens 5,30 Metern auch für landwirtschaftliche Fahrzeuge ausreichend. Der Vorschlag, den Verkehrsfluss bewusst zu erschweren, wurde nicht weiterverfolgt, da ein reibungsloser Busverkehr weiterhin möglich sein müsse. Ein separater Radweg ist aus Platzgründen nicht vorgesehen.

Die Zahl der öffentlichen Stellplätze wird von bisher 25 auf 19 reduziert, wodurch Raum für neun neue Bäume entsteht. Auch die Ampelanlage am Friedhof bleibt erhalten. Zudem wird auf einen Stellplatz verzichtet, um das Einbiegen aus der Schmalzgasse zu erleichtern und Bussen mehr Raum zum Ausweichen zu bieten. Die Gebersheimer Straße soll trotz geplanter Umgestaltungen als wichtige Ost-West-Verbindung – insbesondere bei Veranstaltungen auf dem Marktplatz – weiterhin voll nutzbar bleiben.

Bewässerungssystem spart Geld

Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Pflege der neuen Bäume. Ein unterirdisches Bewässerungssystem mit Wasseranschlüssen in jedem Pflanzbeet ermöglicht eine gezielte, kostengünstige Bewässerung. Gegenüber einer automatisierten Trinkwasserlösung spart diese Variante rund 35 000 Euro.

Ein Vorschlag aus dem Gemeinderat, die Gebersheimer Straße als Fahrradstraße auszuweisen, wurde von der Stadtverwaltung geprüft, aber verworfen. „Die Straße ist dafür aufgrund ihrer verkehrlichen Bedeutung, des Durchgangsverkehrs und der Buslinie 655 nicht geeignet“, sagte Bürgermeisterin Susanne Widmaier. Fahrradstraßen dürften laut aktueller Straßenverkehrsordnung nur bei geringem Kfz-Verkehr eingerichtet werden. Auch alternative Strecken wie die Schiller- oder Scheibbser Straße wurden in diesem Zusammenhang bewertet, bieten aber ebenfalls nicht die Voraussetzungen für eine rechtssichere Ausweisung als Fahrradstraße.

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