Ostermarkt: Die schnellste Quietsche-Ente vom Rankbach
„Bloß jeden Tag zum Friedhof laufen, das ist doch langweilig!“Extra aus Weil im Schönbuch ist das Ehepaar gekommen, um über den Malmsheimer Ostermarkt zu flanieren. Der ist wie immer hübsch aufgebaut entlang der Bachstraße – und noch vor offiziellem Start um 12 Uhr ist hier richtig viel los. „Es ist auch einfach ein schöner Markt, ich komme immer gerne hier her“, sagt Petra Kuchs aus Rutesheim, die hier Gips- und Holzdeko verkauft, selbst gemacht natürlich. Das kommt bei den Besuchern – bei Weitem nicht nur Malmsheimer – gut an. Kuchs sei „hoffnungsvoll, dass das heute gut wird“.
Die Hoffnung gibt auch Ulli Füeß vom Lädle nicht auf. „Ich bin zuversichtlich, dass heute noch viele kommen. Im Laden läuft es zunehmend schlechter. Man fragt sich schon: Wo sind die Leute, wo kaufen die ein?“ Bislang gingen an diesem Sonntag Seifenblasen und Bonbons gut weg. „Und wenn es läuft wie im vergangenen Jahr, dann bin ich mehr als zufrieden.“

Ganz klar: Ostern steht vor der Tür. Passende Deko gibt’s bei Petra Kuchs.
Foto: Julia GrinschglWie immer an Palmsonntag lädt der Gewerbe- und Handelsverein Renningen ans Rankbachufer ein. An etlichen Ständen wird Selbstgemachtes feil geboten. Klassische Osterdeko ist hier zu finden, aber auch Außergewöhnliches wie etwa am Stand von Simone Hofmann. Sie verkauft hübsche Einkaufswagenchips aus Expoxidharz „mit echten Blüten drin“. Schön und funktional, das ist ihr Erfolgsrezept.
Gleiches gilt für die genähten Sachen von Sandra Keck, die aus Merklingen zum Ostermarkt gekommen ist. Schals, Mützen, Wärmekissen – „hier gibt’s alles, was man nähen kann“. Ganz aufs Moderne setzt Lena Seyther, die Dekorationen mit dem 3-D-Drucker entwirft oder mit Holzlasern arbeitet. Unterm Jahr verkauft sie ihre Sachen im Renninger Verkaufshäuschen oder online, „aber der Markt hier ist immer total nett.“
Und dann freuen sich alle auf den Höhepunkt: das Entenrennen! Für drei bis fünf Euro kann sich jeder bei der Jugendfeuerwehr ein Plastikexemplar kaufen und hoffen, dass sein Tierchen als erstes in den Trichter schwimmt. „Das ist einfach eine tolle Sache“, sagt Jugendwart Patrick Hemminger. „Egal bei welchem Wetter – die Leute kommen und haben Spaß!“

















