Putzete in Leonberg und Umgebung: Ein Auspuff, volle Windeln und 3,8 Kilogramm Zigarettenkippen

Ekelerregend und schädlich für die Umwelt: Weggeworfene Zigarettenkippen.
GranvilleEtwa 60 spontane Helferinnen und Helfer waren am Samstag zum Leonberger Rathaus gekommen, um sich an einer gemeinsamen Putzaktion in der Stadt zu beteiligen. Hinzu kamen noch die Freiwilligen in den Teilorten Gebersheim, Höfingen und Warmbronn. „Diese Putzete zeigt eindrucksvoll, was wir gemeinsam erreichen können: Wenn Bürgerinnen und Bürger Verantwortung übernehmen und mit anpacken, wird aus Engagement echte Gemeinschaft und unsere Stadt ein Stück lebenswerter für alle. Daher danke ich allen, die sich bei der Leonberger Stadtputzete eingebracht haben und freue mich auf eine noch größere Aktion im nächsten Jahr“, sagte Leonbergs OB Tobias Degode. Die Stadt Leonberg hat sich damit an der Aktionswoche des Abfallwirtschaftsbetriebs Böblingen beteiligt. Ein besonderer Themenschwerpunkt lag auf Zigarettenkippen. Wegen ihrer geringen Größe zwar unterschätzt, zählen sie zu den am häufigsten weggeworfenen Abfällen im öffentlichen Raum. Sie enthalten zahlreiche Schadstoffe, die Böden und Gewässer verunreinigen können. Ihr Filter besteht aus einem Kunststoff, der sich nur sehr langsam abbaut. Das aufwendige Entfernen dieser kleinteiligen Abfälle von Gehwegen, Plätzen und aus Grünanlagen verursacht erhebliche Kosten für die Stadtreinigung und damit für die Allgemeinheit. Die Sammler vom Leonberger Rathaus haben insgesamt mehr als 3,8 Kilogramm achtlos weggeworfene Zigarettenkippen zusammen bekommen.
Doch auch anderer Müll wurde eingesammelt, darunter ein Auspuff, Schuhe, Nummernschilder oder volle Windeln. Für den kuriosesten Fund, ein kaputtes halbes Kinder-Laufrad, gab es eine besondere Auszeichnung – die „goldene Schaufel“.
Ein Auspuff, Schuhe und volle Windeln
In Mönsheim hätte sich Simone Reusch vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) gerne mehr als 25 fleißige Helferlein gewünscht, um hauptsächlich die Ränder der Landes- und Kreisstraßen von Müll zu befreien. „Im vergangenen Jahr waren es mehr.“ Dennoch war sie mit der Aktion zufrieden, zumal sich auch noch zusätzlich 15 Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) um die Säuberung rund um den See am Grenzbach gekümmert haben.
Und auch in Gerlingen haben sich Freiwillige in allen Altersklassen an der Müllsäuberungsaktion beteiligt.