Radwegenetz: Bald soll man in Herrenberg im Kreis fahren können

Wie gelingt es, dass mehr Herrenberger aufs Rad umsteigen?
Stadt HerrenbergMit dem Radverkehrsplan in Herrenberg sollen mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen – das ehrgeizige Ziel: Statt wie bisher elf Prozent (Stand 2016) sollen möglichst 15 Prozent der Bürgerinnen und Bürger das Rad statt andere Verkehrmittel nutzen. In konkreten Zahlen: Bis zum Jahr 2023 wird erwartet, dass es rund 5000 Radwegenutzungen pro Tag gibt.
Ein zentrales Anliegen der Stadt Herrenberg ist es, vor allem jene Bürgerinnen und Bürger für das Fahrrad zu gewinnen, die grundsätzlich Interesse am Radfahren haben, bislang jedoch aufgrund unzureichender Infrastruktur darauf verzichten. Diese Gruppe entspricht laut der Studie „Four Types of Cyclists“ von Roger Geller vom renommierten Portland Office of Transportation etwa 60 Prozent der Bevölkerung und birgt großes Potenzial für eine nachhaltige Verkehrswende.
Dazu sollen in Herrenberg bestehende Lücken geschlossen werden, um schlussendlich einen Rad-Innenstadtring aufzubauen. Er soll das Rückgrat des innerstädtischen Radverkehrs bilden und eine sichere, komfortable Verbindung in die Innenstadt bei Umfahrung des Reinhold-Schick-Platzes schaffen. Insgesamt umfasst der Radverkehrsplan 181 Maßnahmen, die Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Radwegenetz nur attraktiv, wenn es lückenlos ist
Die Stadt will dabei auch aufs E-Bike setzen: Gerade im hügeligen Stadtgebiet Herrenbergs sollen dadurch bisher weniger genutzte Routen attraktiver und neue Potenziale für den Alltagsradverkehr erschlossen werden. „Nur durch ein lückenloses, attraktives und sicheres Netz kann Radfahren zu einer echten Alltagsalternative werden“, so die Herrenberger Baubürgermeisterin Susanne Schreiber. In den kommenden Wochen will die Stadt die Bürgerinnen und Bürger über die Pläne in einer öffentlichen Veranstaltungsreihe informieren.