: „Haare, Mund und Nase gemessen“ – wie eine Sinti-Familie die NS-Zeit überlebte
Zwei alte Fotos aus dem Bundesarchiv zeigen eine Razzia bei Sinti in Renningen. Der Stadtarchivar recherchierte die Geschichte der Familie Kreuz und ihre Verfolgung in der NS-Zeit.
Von
Arnold Einholz
Stuttgart
Dieses Foto einer – damals gestellten – Polizeirazzia bei Sinti in Renningen im Winter 1937/38 findet sich in vielen Geschichtsbüchern über die NS-Zeit.
Bundesarchiv
Franz Kreuz als kleiner Junge mit seiner Familie: links sein Vater Christian Kreuz und rechts neben ihm sein Großvater
Stadtarchiv Renningen/privat
Polizisten durchsuchen einen Wagen der Familie Kreuz in Renningen. Das Bild der gestellten Razzia ist datiert auf Winter 1937/38 und als Zeitdokument im Bundesarchiv hinterlegt.
Bundesarchiv
Franz Kreuz mit seiner Frau Maria
Stadtarchiv Renningen/privat
Die ganze Familie Kreuz wirkte 1954 bei einem Theaterstück des Naturtheaters Renningen mit, hier Franz Kreuz als „Zigeuner“.
Stadtarchiv Renningen/privat
Betriebsausflug der Gemeinde Renningen in den 1950er Jahren: Franz Kreuz steht mit seiner Gitarre hinter dem Mann mit Feder am Hut (vorne).
Stadtarchiv Renningen/privat
Heinrich und Franz Kreuz
Stadtarchiv Renningen/privat
Armband von Franz Kreuz mit seiner Häftlingsnummer 45796 aus dem KZ Gusen.
Stadtarchiv Renningen/privat
22. Mai 1940: In Asperg war eines von drei Sammellagern, von denen aus Sinti und Roma nach Südpolen deportiert und dort in Konzentrationslagern ermordet wurden.