Rettungsdienst in Herrenberg
: Neue DRK-Rettungswache eingeweiht

Die zuletzt älteste Rettungswache im Kreis Böblingen ist Geschichte. Für 4,8 Millionen Euro Baukosten ist jetzt die neue DRK-Wache in Herrenberg offiziell in Betrieb genommen worden.
Von
Wolfgang Berger
Herrenberg
Jetzt in der App anhören
Rund um die Uhr stehen zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug bereit

Rund um die Uhr stehen zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug bereit.

DRK-Kreisverband Böblingen
  • Neue DRK-Rettungswache in Herrenberg offiziell in Betrieb, Baukosten rund 4,8 Mio. Euro.
  • Rund um die Uhr stehen zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug bereit.
  • Platz für über 50 Mitarbeitende in zwölfstündigen Schichten – fünf Stellplätze in der Halle.
  • Photovoltaik, Stromspeicher, begrüntes Dach und Notstromversorgung gehören zur Ausstattung.
  • Herrenberg ist nun Lehrrettungswache, die alte Wache von 1984 wurde damit abgelöst.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist die neue DRK-Rettungswache Herrenberg offiziell eingeweiht worden. Künftig stehen dort rund um die Uhr zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug bereit. Mit modernen Räumlichkeiten, zeitgemäßer Technik und dem Status als Lehrrettungswache stelle der Neubau „einen wichtigen Baustein für die Zukunft des Rettungsdienstes im Landkreis Böblingen“ dar, teilt der DRK-Kreisverband Böblingen mit.

Der Weg zur neuen Rettungswache begann vor zehn Jahren. Ein landkreisweites Gutachten kam 2016 zu dem Ergebnis, dass die Rettungsmittel in Herrenberg erweitert werden müssen. Die bisherige Wache war zu klein geworden, ein Umbau am bestehenden Standort wäre zudem mit hohen Kosten verbunden gewesen. Im September 2024 erfolgte schließlich der Spatenstich am neuen Standort.

Platz für 50 Einsatzkräfte

Seit Mai 2026 wurde die Wache Schritt für Schritt eingerichtet. Arbeitsplätze, Schulungsräume, medizinische Ausstattung und die Fahrzeughalle wurden vorbereitet. Die Baukosten belaufen sich auf rund 4,8 Millionen Euro. Der Neubau wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

Die neue Rettungswache in der Marienstraße bietet Platz für mehr als 50 Mitarbeitende, die in zwölfstündigen Schichten rund um die Uhr für die Bevölkerung im Einsatz sind. In der Fahrzeughalle stehen fünf Stellplätze zur Verfügung: zwei für Rettungswagen, einer für das Notarzteinsatzfahrzeug sowie zwei weitere für Ersatzfahrzeuge. Ergänzt wird die Halle durch eine eigene Waschhalle.

StZ Kreis Böblingen
Montag - Samstag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Böblingen im kompakten Überblick: Von Montag bis Samstag schicken wir Ihnen unseren Newsletter mit den fünf beliebtesten Themen unserer Leserinnen und Leser in Ihr E-Mail-Postfach. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Älteste Wache im Landkreis wurde abgelöst

Die neue Rettungswache nahe des Herrenberger Krankenhauses löst den bisherigen Standort aus dem Jahr 1984 ab. Die alte Wache war ursprünglich für einen Notarztwagen konzipiert und später bis 2016 für einen Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug genutzt worden. Sie war zuletzt die älteste DRK-Rettungswache im Landkreis Böblingen.

Eine Photovoltaikanlage, ein Stromspeicher und ein begrüntes Dach gehören ebenso zur Ausstattung des Neubaus wie ein modernes Lichtkonzept mit Lichtkuppeln und Bewegungsmeldern. Für den Fall eines Stromausfalls verfügt die Rettungswache über eine externe Notstromversorgung.

Herrenberg wird Lehrrettungswache

Die neue Rettungswache Herrenberg erhält den Status einer Lehrrettungswache. Damit kann die Ausbildung von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern nun neben den bestehenden Lehrrettungswachen in Sindelfingen, Leonberg und Malmsheim auch in Herrenberg stattfinden, teilt der DRK-Kreisverband mit.

Fototapete

Fototapete: Das Motiv stammt aus der alten Wache und ziert als Reproduktion nun auch den neuen Standort.

DRK-Kreisverband Böblingen

In der Fahrzeughalle gibt es eine Reminiszenz an die alte Wache: Die beiden Notfallsanitäter vor der historischen Herrenberger Stadtkulisse sind keine Momentaufnahme aus der heutigen Zeit. Sie sind Teil eines Gemäldes, das der Künstler Roland Hermann gemalt hat. Es soll die Illusion erzeugen, dass die Halle um einen Hubschrauberlandeplatz erweitert sei. Das Bild hatte bereits die Fahrzeughalle der alten Rettungswache geschmückt. Für den Umzug in die neue Wache wurde das historische Bild fotografiert und als großformatige Fototapete reproduziert. So ist ein Stück der Geschichte des Herrenberger Rettungsdienstes mit in den Neubau eingezogen.