Schauwerk Sindelfingen
: Riesige Installationen aus Brasilien

Das Schauwerk Sindelfingen zeigt ab Sonntag die neue Ausstellung „Anatomy of presence“.
Von
Robert Krülle
Sindelfingen
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So sieht die gigantische Installation von Henrique Oliveira im Schauwerk Sindelfingen aus.

So sieht die gigantische Installation von Henrique Oliveira aus.

Schauwerk
  • Schauwerk Sindelfingen eröffnet „Anatomy of presence“ am Sonntag, 27. September, 11.30 Uhr.
  • Gezeigt werden neue monumentale Installationen von Vivian Caccuri, Lucia Koch und Henrique Oliveira.
  • Werke: begehbare organische Strukturen, Klangwelten und immersive Lichtinstallationen – Eintritt frei.
  • Fokus auf Präsenz als gesteigerte Aufmerksamkeit in einer von Digitalem geprägten Welt.
  • Bezug zu Brasilien und zur Sammlerbiografie der Schauflers; die Schau läuft bis Juli 2027.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit 2010 präsentiert das Schauwerk Sindelfingen immer wieder spektakuläre Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Ab Sonntag zeigt das Privatmuseum nun monumentale Installationen von drei international erfolgreichen brasilianischen Künstlerinnen und Künstlern.

Vivian Caccuri, Lucia Koch und Henrique Oliveira haben eigens für das Schauwerk neue großformatige Werke konzipiert: begehbare organische Strukturen, eindrucksvolle Klangwelten und immersive Lichtinstallationen. Die Ausstellung „Anatomy of presence“ wird am Sonntag, 27. September, um 11.30 Uhr eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Kontrapunkt zur digitalen Welt

Vivian Caccuri, Lucia Koch und Henrique Oliveira setzen sich in unterschiedlichen Ansätzen mit Raum, Klang und Materialität auseinander. Alle drei beziehen sich so auf die besondere Energie ihres Heimatlands – eines Ortes der Konfrontationen und Reibungen, der anarchischen Stadtentwicklung und Stromversorgung, temperamentvoller Musik und üppiger Natur. Sie stehen in einer Tradition der Installationskunst, die sich in Brasilien seit den 1960er-Jahren als eigenständige Form entwickelte.

SCHAUWERK Sindelfingen Vivian Caccuri

Arbeit von Vivian Caccuri

Frank Kleinbach

In einer Welt, die zunehmend von digitalen Medien und virtuellen Interaktionen bestimmt wird, will die Ausstellung einen deutlichen Kontrapunkt setzen. Sie lädt die Besucher dazu ein, ihren eigenen Körper als Ort des Wissens und der Beziehungen zu begreifen. „Präsenz bedeutet hier nicht nur, an einem realen Ort zu sein, sondern ist außerdem ein Zustand erhöhter Aufmerksamkeit – ein Bewusstsein für Schwingungen, Nähe und Emotionen“, schreiben die Schauwerk-Verantwortlichen in ihrer Ankündigung.

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Das Schauwerk Sindelfingen geht auf das Sammlerpaar Peter Schaufler (1940–2015) und Christiane Schaufler-Münch (1934–2025) zurück. Peter Schaufler war Chef der Sindelfinger Unternehmensgruppe Bitzer und ließ die ehemaligen Produktionsstätten der Firma zum Museum umbauen. Seit der Eröffnung 2010 hat die große Kunstsammlung des Ehepaares so ihren festen Platz.

Schauflers leben einige Jahre in Brasilien

Mit Brasilien waren die Schauflers eng verbunden und lebten in den 1970er-Jahren dort. Peter Schaufler nahm sogar die brasilianische Staatsbürgerschaft an. In den 1990er-Jahren entwickelte sich Brasilien zum Zentrum der lateinamerikanischen Aktivitäten der Firma Bitzer und legte damit den Grundstein für das weitere Wachstum des Unternehmens in ganz Südamerika. In São Paulo  entdeckten die Schauflers ihre Leidenschaft für die brasilianische Lebensart.

Diese Nähe will die neue Ausstellung nach Sindelfingen transportieren. Vivian Caccuri, Lucia Koch und Henrique Oliveira haben ihre raumgreifenden Arbeiten eigens für das Schauwerk entwickelt und auf die ortsspezifischen Gegebenheiten abgestimmt. Die Ausstellung läuft bis Juli 2027.