Showtime in der Kongresshalle: Großkaliber der Kleinkunst beim Böblinger Comedy-Festival

Die stählerne Kleinkunsttrophäe „Böblinger Mechthild“ ist beim Comedy-Festival weiterhin dabei, auch wenn es sie nicht mehr als Preis verliehen wird.
Bischof/ArchivSeit dem Jahr 2003 findet in Böblingen das Comedy-Festival statt. Der Wettkampf um den Kleinkunstpreis der „Böblinger Mechthild“ ist zwar mittlerweile Geschichte, wettkampfwürdige beziehungsweise preisverdächtige Auftritte sind dort aber weiterhin Programm. Das gilt auch für das diesjährige Comedy-Festival, das am Samstag, 20. Dezember, um 19 Uhr in der Kongresshalle Böblingen stattfindet.
Wer sich in der Kabarettszene auskennt, weiß bei Namen wie Stefan Waghubinger oder Thomas Schreckenberger sofort, was ihn erwartet. Waghubinger, gebürtiger Österreicher und genialer Geschichtenerzähler, hat bereits eine Vielzahl von Auszeichnungen eingeheimst, darunter den Stuttgarter Besen in Gold und den Kleinkunstpreis des Landes Baden-Württemberg.
Thomas Schreckenberger hat die Mechthild selbst schon einmal gewonnen. Im Jahr 2007 war das. Seitdem zeigt seine Karrierekurve stetig nach oben. Die Markenzeichen des Politkabarettisten aus Gechingen sind bissige und manchmal bitterböse Pointen sowie ein großes Repertoire an Promi-Parodien. Beim diesjährigen Comedy-Festival übernimmt er, wie schon einige Male zuvor, wieder die Moderation. Dabei nützt er bestimmt auch wieder reichlich die Gelegenheit, Kostproben aus seinem eigenen Programm zu präsentieren.
Andreas Langsch präsentiert „Klavierkabarett 2.0“
Ein „Fundstück“ aus Freiburg ist Andreas Langsch. Dort findet jedes Jahr die Kulturbörse statt. Bei dieser Kleinkunstmesse gehen Veranstalter aus dem ganzen Land auf Shoppingtour – darunter auch der Verein „Die Kultourmacher vom Alten Amtsgericht“. Die Organisatoren des Comedy-Festivals halten dort regelmäßig nach neuen Talenten Ausschau. „Von Andreas Langsch waren wir sofort begeistert“, sagt Gehrhard Gamp, der künstlerische Leiter der „Kultourmacher“ über den jungen Musikkabarettisten.
Diejenigen, die ihn bei seinem Soloauftritt am 15. Oktober im Theater Altes Amtsgericht erlebt haben, wissen schon, worauf sie sich freuen dürfen: „Klavierkabarett 2.0“ nennen Kritiker sein erstes Soloprogramm namens „Der Liebesalgorithmus“. Darin zeichnet der Millennial Langsch ein clever-humorvolles Bild seiner Generation: zwischen Alt und Jung, zwischen internetsüchtig und naturfanatisch, zwischen Liebe und Liebesalgorithmus.
Musikkabarett und Akrobatik steht dann bei dem Duo Yasmine Heyer & Uwe Sattelkow auf dem Programm. Die beiden bringen ein Klavier auf die Bühne und erwecken es zum Leben. Neben zirkusreifer Partner- und Hand-zu-Hand-Akrobatik machen die beiden die Musik sozusagen im Vorbeigehen.
Weihnachtliches Programm zum Saisonabschluss im Alten Amtsgericht
Musik steht auch in den Auftrittspausen mit der Showband Sistergold im Fokus. Das Frauen-Saxofonquartett vereint vier Berufsmusikerinnen, die mit ihren Persönlichkeiten und unterschiedlichen Charakteren zu einer Einheit verschmelzen.
Wer sich vorab schon ein wenig weihnachtlich-komödiantisch einstimmen möchte, hat dazu zehn Tage vor dem Comedy-Festival noch einmal im Alten Amtsgericht auf dem Böblinger Schlossberg Gelegenheit. Zum Saisonabschluss sind dort am Mittwoch, 10. Dezember, um 20 Uhr Ulrike Mai und Lutz Gerlach mit ihrem Duo-Klavierkabarettprogramm „Me(e)rry Christmas“zu Gast und kombinieren Klassik, Jazz und Weihnachtsmusik, interpretieren Weihnachtslieder in klassischen und jazzigen Arrangements.
Info: Karten im Vorverkauf für das Comedy-Festival am Samstag, 20. Dezember, um 19 Uhr in der Böblinger Kongresshalle sind erhältlich unter diekultourmacher.magic-ticketing.com sowie bei Gerhard Gamp unter der Handynummer 0172 / 7 13 60 56.
