Strenge Zollkontrollen
: Harter Rückschlag bei Mango-Aktion - nur ein Drittel wird geliefert

Strenge Qualitätskontrollen am Brüsseler Zoll reduzieren die Liefermenge für die Benefizaktion im Kreis Böblingen drastisch. Der Kirchenbezirk ruft zu Spenden auf.
Von
Eddie Langner
Stuttgart
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Hiobsbotschaft für die Organisatoren der Mango-Aktion: der belgische Zoll behält wegen Qualitätskontrollen rund zwei Drittel der gelieferten Früchte ein.

Eibner/Roger Buerke

Die traditionelle Mango-Aktion des Evangelischen Kirchenbezirks Böblingen steht wieder einmal vor einer großen Herausforderung: Von den geplanten 85 000 Mangos aus Burkina Faso in Westafrika wurden nur rund 27 700 Früchte für den Weitertransport nach Deutschland freigegeben. Im Rahmen vorgeschriebener Qualitäts- und Gesundheitskontrollen in Brüssel wurde der Großteil der Lieferung nicht für den Import zugelassen. Das teilt der Kirchenbezirk in einer Pressemeldung mit.

Für die zahlreichen Verkaufsstellen im Kirchenbezirk bedeutet dies massive Einschränkungen. „Wir bitten um Verständnis, wenn an den gewohnten Verkaufsstellen keine oder nur sehr wenige Mangos erhältlich sind", erklären die Organisatoren. Doch die Konsequenzen sind noch viel gravierender.

Die Mango-Aktion unterstützt seit vielen Jahren zwölf Schulen in Burkina Faso. Mit den Erlösen werden Schulkantinen finanziert und Lehrergehälter gesichert. Durch die stark reduzierte Verkaufsmenge entsteht nun eine erhebliche Finanzierungslücke. Die Einnahmen werden laut Franziska Alter wohl nicht einmal die bereits entstandenen Kosten für Transport und Einkauf ausgleichen können. „Insgesamt benötigen wir rund 200 000 Euro, um die entstandenen Kosten zu decken und die Unterstützung für die Schulen weiterhin sicherzustellen“, sagt die Geschäftsführerin beim Kirchenbezirk.

Die Mango-Aktion kommt Schulen in Burkina Faso zugute.

Foto: Ev. Kirchenbezirk Böblingen

Es ist nicht das erste Mal, dass die Aktion auf eine harte Probe gestellt wird. Bereits 2018 musste eine komplette Lieferung am Brüsseler Zoll vernichtet werden, nachdem die Früchte von Insekten befallen waren. Dank überwältigender Spendenbereitschaft in der Bevölkerung konnten die ausgefallenen Erlöse damals kompensiert werden.

Nun wiederholt sich die Situation, wenn auch aus anderen Gründen. Zwar begrüßen auch die Organisatoren die hohen europäischen Standards für Lebensmittelimporte, allerdings treffe der Vorgang das Hilfsprojekt empfindlich. Für die Schulen bedeutet der Ausfall, dass wichtige Zuschüsse wegbrechen. Der Kirchenbezirk setzt deshalb wie schon vor acht Jahren erneut auf die Solidarität der Bevölkerung und ruft dazu auf, die Mango-Aktion und die Bildungsprojekte mit Spenden zu unterstützen. „Jede Spende hilft", appellieren die Verantwortlichen.

Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden: Ev. Kirchenbezirk Böblingen, IBAN: DE40 6035 0130 0000 0052 49, Stichwort: „Spende Mango-Aktion“.

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