Tag der Archive in Herrenberg
: Geschichte der Migration: ein Kommen und Gehen

Mit „Alte Heimat – Neue Heimat“ ist eine Ausstellung in Herrenberg überschrieben, die sich dem Thema Migration widmet. Sie ist vom 8. März bis zum 27. Juli im Stadtarchiv zu sehen.
Von
Wolfgang Berger
Stuttgart
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Zum bundesweiten „Tag der Archive“ am 8. März öffnet im Stadtarchiv Herrenberg eine Ausstellung, die sich dem Thema Migration widmet. Unter dem Titel „Alte Heimat – Neue Heimat“ werden zahlreiche Quellen aus den Bereichen Auswanderung, aber auch Einwanderung der Öffentlichkeit präsentiert.

Bei der Einwanderung hat Herrenberg mit der intensiven Verbindung zu den nach dem Krieg in die Gäustadt gekommenen Menschen aus Altker, einer donauschwäbischen Gemeinde, einen besonderen Anknüpfungspunkt: 1971 übernahm die Stadt die Patenschaft für die Menschen, die 1944 ihre alte Heimat in der Batschka verlassen mussten und in Herrenberg eine neue Heimat fanden.

Was die Altkerer mitbrachten

Zeichen dafür war ein Gedenkstein auf dem Herrenberger Stadtfriedhof. Als Patengeschenk, das die Stadt Herrenberg den Altkerern machte, richtete man 1984 zudem in der Volkshochschule eine Museumsstube mit Gegenständen ein, die die Altkerer auf ihrer Flucht mitbrachten.

Aus diesem Bestand wird nun auch diese Ausstellung bestückt. Sie gliedert sich in einen ersten Teil zur Auswanderung aus Herrenberg, wobei aufgrund der Quellenlage vor allem die Auswanderung des 19. Jahrhunderts thematisiert werden soll.

Bei der Einwanderung liegt der Schwerpunkt auf der Einwanderung der Flüchtlinge und Vertriebenen, insbesondere der Altkerer, sowie auf der Arbeitsmigration im 19. Jahrhundert infolge des Eisenbahnbaus sowie der ausländischen Arbeitnehmer aus Italien, Griechenland und der Türkei in den 50er bis 70er Jahren.

Wofür steht der Begriff Heimat?

Am Ende der Ausstellung stellt sich die Frage an die Besucherinnen und Besucher, was bei ihnen in Herrenberg Heimatgefühle auslöst: das Heimatlied, die Stiftskirche, der Marktplatz, der Schlossberg?

Am Sonntag, 8. März, ist das Stadtarchiv in der Marienstraße 21 von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Die Ausstellung kann anschließend bis zum 27. Juli zu den regulären Öffnungszeiten von Montag 8.30 bis 17 Uhr, Dienstag 8.30 bis 12.30 Uhr und Mittwoch von 8.30 bis 12.30 Uhr angeschaut werden.

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