Vier Festnahmen im Gäu: Fünf Kinder brechen in leer stehendes Haus ein

Ein Fall mit ungewöhnlich jungen Tatverdächtigen: In Gäufelden-Öschelbronn brechen Kinder in ein leer stehendes Wohnhaus ein.
dpaEine Rasselbande als Einbrecherbande: In Gäufelden-Öschelbronn (Kreis Böblingen) ereignete sich zuletzt ein Fall mit ungewöhnlich jungen Tatverdächtigen. Wie die Polizei berichtet, sind dort dort fünf Kinder im Alter zwischen elf und 14 Jahren am Sonntag in ein Einfamilienhaus in der Kappelstraße eingebrochen.
Ein Zeuge verständigte gegen 15.45 Uhr die Polizei. Die Einsatzkräfte konnten vier der Minderjährigen noch am Tatort festnehmen. Im Zuge der Ermittlungen erfuhr die Polizei noch von einem fünften Tatverdächtiger. Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die Kinder vermutlich ein Kellerfenster eingeschlagen, um in das zur Tatzeit leer stehende Haus zu gelangen. Im Inneren durchsuchten sie sämtliche Räume nach Diebesgut. Ob tatsächlich etwas gestohlen wurde, ist bisher noch unklar.
Der Sachschaden am Gebäude beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 1000 Euro. Auf dem Polizeirevier Herrenberg nahm die Polizei die Personalien der jungen Tatverdächtigen auf, danach wurden die Kinder wieder an ihre Eltern übergeben. Die Herrenberger Polizei hat die Ermittlungen übernommen.
Wie ein Polizeisprecher mitteilt, kamen die Kinder allesamt aus der Region. Dass das Wohnhaus zur Tatzeit leer stehen würde, war ihnen mutmaßlich bekannt. Drei der fünf Tatverdächtigen sind jünger als 14 Jahre und damit noch nicht strafmündig. Die beiden anderen sind laut dem Polizeisprecher bereits 14 Jahre alt. „Sie kommen also bereits für eine Jugendstrafe in Frage“, erklärt der Beamte.
