Vorfall in Herrenberg
: Angespannte Situation wegen vermeintlicher Bombe in Otto'schen Gärten

Eine Passantin entdeckt am Donnerstagnachmittag in einer Herrenberger Parkanlage ein Päckchen, aus dem Drähte herausschauen. Danach folgen einige intensive Stunden für alle Beteiligten.
Von
Eddie Langner
Herrenberg
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Verdaechtiger Gegenstand gefunden. Siehe PM Polizei Ludwigsburg.

Ein Bombenentschärfer des Landeskriminalamts nähert sich dem verdächtigen Päckchen im Otto'schen Garten.

SDMG
  • In Herrenberg löste ein verdächtiges Päckchen in den Otto'schen Gärten einen Großeinsatz aus.
  • Eine Passantin meldete gegen 14 Uhr Drähte am Paket, Polizei und LKA reagierten sehr ernst.
  • Der Park grenzt an Friedhof, Spielplatz, Schule und Kita – Anwohner wurden informiert und ferngehalten.
  • Ein LKA-Experte sprengte den Gegenstand gezielt – der Knall war gering, es war eine Attrappe.
  • Der Einsatz endete um 19.35 Uhr. Hintergründe bleiben offen, um Nachahmer zu vermeiden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Szenario wie in einem Thriller: Eine Frau läuft am Donnerstagnachmittag gegen 14 Uhr durch die Otto'schen Gärten in Herrenberg und sieht dort ein verdächtig aussehendes Päckchen, aus dem Kabel oder Drähte heraushängen. Sie ruft die Polizei. Innerhalb weniger Minuten sind zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst zur Stelle. Mitarbeitende der Stadt sind ebenfalls vor Ort. Zudem informiert die Verwaltung über die Herrenberger Homepage und über die sozialen Medien. Die Situation ist merklich angespannt.

Der zentral gelegene Park liegt direkt neben dem Alten Friedhof. Auf dem Gelände gibt es einen großen Spielplatz, in direkter Nachbarschaft befinden sich unter anderem die Herrenberger Musikschule, eine Kindertagesstätte und mit der Albert-Schweitzer-Schule zudem noch ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum. In der Nähe der Fundstelle des verdächtigen Päckchens stehen auch einige Wohnhäuser.



Verdaechtiger Gegenstand gefunden. Siehe PM Polizei Ludwigsburg.

Rund um die vermeintliche Bombe richten die Einsatzkräfte eine Absperrzone ein und informieren die Anwohner über die Situation.

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Schnell wird klar: Die Polizei schätzt die Lage als sehr ernst ein

Schnell wird klar, dass die Polizei die Lage als sehr ernst einschätzt. „Wir wussten recht schnell, dass das LKA vor Ort war. Die Jungs kommen ja nicht umsonst“, erzählt Pressefotograf Frank Dettenmeyer, der bis zum Zeitpunkt der Evakuierung des Einsatzgebiets recht nahe am Geschehen dran war. Zusammen mit seinem Team beobachtete und dokumentierte er den Einsatz – und fotografierte dabei unter anderem einen Beamten des Landeskriminalamts in voller Bombenschutzmontur, der sich dem Päckchen näherte. „Ich muss sagen, die Polizei war schon relativ angespannt“, schildert er seine Eindrücke.

Dementgegen standen laut dem Fotografen einige Anwohner, die seiner Beobachtung nach zum Teil wenig Verständnis dafür aufbrachten, dass sie aus Sicherheitsgründen ihre Wohnung verlassen und auf Abstand gehen sollten.

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Verdaechtiger Gegenstand gefunden. Siehe PM Polizei Ludwigsburg.

In der Parkanlage befindet sich ein Spielplatz und rund um das Gelände gibt es diverse städtische Einrichtungen – darunter eine Schule, eine Kindertagsstätte und die Herrenberger Musikschule.

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Per Funk wird die gezielte Sprengung angekündigt

„Irgendwann hieß es dann über Funk, dass es jetzt gleich einen Schlag tun wird“, erzählt Dettenmeyer. Die gezielte Sprengung des verdächtigen Gegenstands stand also unmittelbar bevor. „Das hat sich dann aber angehört, als ob jemand einen vollen Karton vom Balkon auf den Boden fallen lässt“, beschreibt der Fotograf den eher harmlosen Knall, der dann zu hören gewesen sei. Die vermeintliche Bombe hatte sich als Attrappe erwiesen. „Danach hat man gemerkt, wie bei allen die Anspannung gewichen ist“, erzählt Dettenmeyer. Um 19.35 Uhr informierte die Polizei in einer Pressemitteilung, dass der Einsatz beendet sei.

Über die Hintergründe des Vorfalls ist bisher nichts bekannt. Die Ermittlungen laufen noch. Auf Nachfrage beim zuständigen Polizeipräsidium in Ludwigsburg möchte eine Sprecherin ganz bewusst keine weiteren Angaben zu dem Einsatz am Donnerstagnachmittag machen. „Wir wollen vermeiden, dass es Nachahmer gibt“, erklärt sie.

Bei der Stadt Herrenberg ist man vor allem dankbar, wie „zügig Hand in Hand“ alle Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr über Drohnenteam, Polizei, Rettungsdienste und Bombenentschärfungsdienst zusammengearbeitet haben. „Es waren aufregende Stunden mit gutem Ausgang“, sagt Oberbürgermeister Nico Reith. Darüber hinaus dankt er auch ausdrücklich der Bevölkerung, die den abgesperrten Bereich gemieden und die Einsatzkräfte reibungslos ihre Arbeit habe machen lassen.