Zum Weltkatzentag am 8. August: Traurige Samtpfoten: Im Kreistierheim Böblingen warten 100 Katzen sehnsüchtig auf ein Zuhause

Im Kreistierheim Böblingen warten viele Katzen sehnsüchtig auf ein neues Zuhause.
Landratsamt Böblingen- Zum Weltkatzentag am 8. August: Im Kreistierheim Böblingen warten 100 Katzen auf ein Zuhause.
- 53 Kitten und 47 erwachsene Katzen sind derzeit dort untergebracht – einige brauchen besondere Nähe.
- Leiterin Bianca Balla betont, dass für jeden Mensch eine passende Katze dabei ist.
- Tiere ziehen kastriert, gechipt und geimpft aus, ein Unkostenbeitrag fällt an.
- Helfer werden fürs Reinigen der Katzenhäuser gesucht, Besuche sind nur mit Termin möglich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Etwas ängstlich schaut Nuri aus ihrer Höhle heraus. Die graue Kätzin ist bereits eine alte Dame, 2012 geboren, und sucht nun auf ihre alten Tage doch nochmal ein neues Zuhause. Ein Plätzchen gemeinsam mit Flora fände sie so schön. Auch der weiß-grau getigerte Flitzi, der Streicheleinheiten über alles liebt, hatte sich eigentlich schon in einem Zuhause für immer gewähnt. Doch leider mussten er und seine vierbeinige Freundin Loukoumi wegen einer Erkrankung wieder zurück ins Böblinger Tierheim ziehen.
Im Kreistierheim Böblingen warten 100 Katzen
Nuri, Flitzi und Loukoumi sind nur drei von aktuell 100 Katzen, die derzeit im Kreistierheim Böblingen auf ihre Menschen warten. Aktuell seien es 53 Kitten und 47 erwachsene Katzen, heißt es in einer Pressemitteilung anlässlich des Weltkatzentags am 8. August.
„Das Motto muss lauten: ‚Adoptieren statt kaufen,“ sagt Wolf Eisenmann, der stellvertretende Vorstand der Kommunalanstalt Kreistierheim im Landkreis Böblingen. „Wer darüber nachdenkt, sich ein Tier anzuschaffen, tut immer gut daran, an die vielen Tiere zu denken, die im Tierheim auf ein Zuhause warten“, sagt er. „Solchen Tieren eine zweite Chance auf ein schönes Leben zu geben, ist aktiver Tierschutz.“
Lebendige Kätzchen oder stille Seelenverwandte
Bianca Balla, Leiterin des Kreistierheims, kennt jeden ihrer Schützlinge und wünscht ihnen allen, dass sie endlich ankommen dürfen. „Worauf unseren Katzen und Kitten warten, ist ein liebevolles Zuhause“, so Balla. Bei der großen Auswahl an Katzen sei bestimmt für jeden Interessenten die passende Samtpfote dabei. „Bei uns findet man das ganze Spektrum an Katzenpersönlichkeiten. Die Jüngsten bringen als Duo pures Leben und doppeltes Glück ins Haus. Es ist eine Freude, ihnen beim gemeinsamen Aufwachsen zuzusehen“, sagt Balla. „Unsere erwachsenen Katzen sind oft stille Seelenverwandte und wissen ein liebevolles Zuhause unendlich zu schätzen. Bei uns findet sich für jeden Mensch der passende tierische Partner.“

100 Katzen warten derzeit im Kreistierheim auf neue Besitzer.
Landratsamt BöblingenBei ihrem Auszug sind die Samtpfoten immer kastriert, gechipt und geimpft. Deshalb fällt auch ein Unkostenbeitrag an, wenn man ein Tier aus dem Böblinger Tierheim holt. Bei der Vermittlung wird auf das Bedürfnis jedes einzelnen Tiers geachtet – Kitten, die noch Orientierung brauchen und gern in Gesellschaft sind, werden zu zweit vermittelt. Ältere Katzen können auch allein ausziehen.
Helfer für die Pflege des Katzenhauses sind gesucht
Und auch wer keinem Tier ein Zuhause bieten kann, der ist als Helfer im Kreistierheim herzlich willkommen. „Es gibt vielfache Möglichkeiten, uns zu unterstützen“, sagt die Kreistierheimleiterin. „Aktuell hätten wir gern Hilfe beim Reinigen unserer Katzenhäuser, da speziell die Kleinen natürlich viel Unorndung machen.“
Auf der Homepage des Kreistierheims finden sich Fotos und Infos rund um alle Vierbeiner. Wer das Tierheim unterstützen oder die Tiere kennenlernen möchte, meldet sich am besten per Mail beim Kreistierheim, (kreistierheim@lrabb.de). Besuche bei den Tieren sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.
Landrat Roland Bernhard appelliert zum Weltkatzentag einmal mehr, auch in den noch fehlenden Städten und Gemeinden Katzenschutzverordnungen zu erlassen. 19 von 26 Kommunen im Landkreis Böblingen hätten bereits eine solche Regelung; noch fehlen Altdorf, Gärtringen, Grafenau, Holzgerlingen, Sindelfingen, Steinenbronn und Weil im Schönbuch. „Die Hoffnung ist, dass auch diese bald nachziehen. Es ist in erster Linie eine Verordnung gegen Tierleid, die natürlich erst richtig ihren Sinn entfaltet, wenn sie flächendeckend ist“, so der Landrat. „Viele Menschen unterschätzen das Leid der unkontrollierten Vermehrung, weil sie es nicht vor Augen haben. Zudem verursachen die Tiere nicht unerhebliche Tierarztkosten beim Kreistierheim.“

