Zwischen Karlsruhe und Stuttgart
: Ast kracht in Windschutzscheibe von Regionalzug – Strecke jetzt wieder frei

Schock für Lokführer und Reisende zwischen Karlsruhe und Stuttgart: Ein gut gefüllter RE 1 gerät in einen Sturm. Bei Pforzheim stoppt ein Baum den Zug.
Von
Eberhard Wein,
Verena Eisele
Pforzheim
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Regionalzüge Baden-Württemberg: Ein Regionalzug fährt vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof hinter einem Zug der DB Regio. (zu dpa: «Gleisschäden bremsen beliebte Pendler-Bahn aus»)

Ein Regionalzug ist bei Pforzheim unsanft gestoppt worden.

Sebastian Gollnow/dpa (Symbolbild/Archiv)
  • Ein Baum stürzte bei Pforzheim auf einen Regionalzug von Karlsruhe nach Stuttgart.
  • Der Zug machte eine Vollbremsung, dann folgte ein heftiger Schlag – Strecke gesperrt.
  • Ob es Verletzte gibt, ist unklar. Fahrgäste dürfen den Zug vorerst nicht verlassen.
  • Oberleitung könnte beschädigt sein, die Feuerwehr ist am Gleis in Eutingen.
  • Beleuchtung und Lüftung sind aus, Betreiber Averio bemüht sich um Ersatzbusse.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Erst eine Vollbremsung, dann ein heftiger Schlag: In der Nähe von Pforzheim hat ein Teil eines Baumes einen Regionalzug am Freitagnachmittag unsanft gestoppt. Ein Ast habe in die Strecke geragt und sei in die Windschutzscheibe gekracht, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in Karlsruhe. Dabei seien zwar keine größeren Schäden entstanden. Jedoch sei der Ast anschließend in den Stromabnehmer geraten. Der Zug musste deshalb stoppen. Von Verletzten sei nichts bekannt.

Die Strecke zwischen Pforzheim und Mühlacker wurde in beiden Richtungen gesperrt. Sie habe inzwischen allerdings wieder freigegeben werden können, teilte die Bahn gegen 17.20 Uhr mit. Zunächst sei jedoch noch mit Verspätungen und Teilausfällen zu rechnen, bis sich der Betrieb stabilisiert habe.

Eine Augenzeugin berichtete unserer Redaktion, die Fahrgäste hätten den Zug, der von Karlsruhe nach Stuttgart unterwegs war, nicht verlassen dürfen. Der hörbar geschockte Zugführer habe über Lautsprecher mitgeteilt, dass zunächst geklärt werden müsse, ob die Oberleitung beschädigt sei. In dem Fall bestünde wegen des Starkstroms Lebensgefahr beim Aussteigen. Die Feuerwehr sei allerdings mittlerweile am Gleis eingetroffen. Der Unglücksort befinde sich in einem Wohngebiet des Pforzheimer Ortsteils Eutingen.

Zug kann schließlich weiterfahren

Zwischenzeitlich mussten sowohl die Lichter als auch die Klimaanlage abgeschaltet werden. Nach etwa anderthalb Stunden konnten die Hilfskräfte aber Entwarnung geben. Demnach war die Oberleitung unversehrt geblieben. Auch der Stromabnehmer war noch so intakt, dass der Zug bis zum Bahnhof in Mühlacker weiterfahren konnte. Zunächst hatte es geheißen, der Bahnbetreiber Arverio bemühe sich um Ersatzbusse.

„Wir gehen davon aus, dass es sich um einen Sturmschaden handelt“, sagte die Sprecherin der Bundespolizei. Schon bei der Abfahrt des RE 1 in Karlsruhe soll es laut der Augenzeugin gestürmt haben. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete mit starken bis stürmischen Böen von 60 Kilometern pro Stunde. Üblicherweise reicht ein solcher Wind allerdings nicht aus, um größere Schäden zu verursachen.