Zwölf Konzerte: Sindelfinger Orgelreihe startet am 2. Mai

Das Posaunen-Quartett „Pospurtal“ spielt zur Eröffnung
privatEinst bei der Sindelfinger Landesgartenschau 1990 begründet, hat sich die Orgelreihe in der Martinskirche längst zu einem beliebten Dauerbrenner im Kulturleben der Stadt entwickelt. Von Frühjahr bis Herbst finden samstags im 14-Tage-Rhythmus stets zwölf kurze Konzerte mit Orgelmusik, aber auch anderen Akteuren statt. Dazu gibt es Lesungen. Dabei steht die Reihe stets unter einem Motto.
Diesmal heißt der Untertitel „Kein Glaube ohne Bildung - die Musik als göttliche Gabe“. So widmen sich die Konzerte anlässlich des 500. Jubiläums des Nürnberger Melanchthon-Gymnasiums der immensen Bedeutung sowie dem Einfluss von Bildung und Gelehrsamkeit auf die heutige Musikwelt.
Glaube und Bildung
Die musikalische Lehre gehörte seit der Antike neben der Arithmetik, Geometrie und Astronomie zum Kanon des Quadriviums - den vier höheren, mathematisch orientierten freien Künsten. „Glaube und Bildung waren für den Reformator und Humanist Philipp Melanchthon keine Gegensätze: sie brauchen sich gegenseitig“, heißt es in der Ankündigung von Bezirkskantor Daniel Tepper, „und inspirierende Musik macht als göttliche Gabe dieses besondere Verhältnis erlebbar.“
In den zwölf Konzerten vom 2. Mai bis zum 3. Oktober widmen sich die Musiker einer Fülle an lehrenden sowie exemplarischen Werken, die auf künstlerisch-emotionale Weise mit dem Kosmos der Wissenschaft verwoben sind und beispielhaft das enorme Bildungspotenzial von Kunst und Musik zum Klingen bringen sollen.
Posaunen-Quartett spielt zum Auftakt
Das Eröffnungskonzert am Samstag, 2. Mai, um 17 Uhr gestaltet das rheinhessische Posaunen-Quartett „Pospurtal“ gemeinsam mit Carsten Ehret-Pyka an der Orgel - auf dem Programm stehen Werke von Beethoven, Mendelssohn und Gárdonyi.