Auffällige E-Scooter-Szene
: Verkehrsdelikte von Kindern und Jugendlichen: Kontrolle in Esslingen

Eine jugendliche E-Scooter-Szene in Reutlingen ist ins Visier der Polizei geraten. Die Kinder und Jugendlichen sollen Verkehrs- und Eigentumsdelikte begangen haben. Nun soll sie sich in Esslingen getroffen haben.
Von
Simone Weiß
Esslingen
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Unfallrisiko E-Scooter / ADAC Studie wertet Unfallursachen und Verletzungsmuster aus / Kinder und Jugendliche immer häufiger betroffen / Helme schützen vor schweren Verletzungen

E-Scooter bergen auch ehebliche Unfallrisiken. (Symbolbild)

ADAC/obs/dpa
  • Polizei kontrollierte in Esslingen eine größere Gruppe jugendlicher E‑Scooter-Fahrer.
  • Über 40 Verfahren eingeleitet: u. a. Fahren ohne Fahrerlaubnis und Versicherungsverstöße.
  • Acht Scooter beschlagnahmt – Kontrollen sollen laut Polizei fortgesetzt werden.
  • Eltern sollen E‑Scooter prüfen, da Tuning Versicherungsschutz und Straffreiheit gefährden kann.
  • Ermittlungen zu zwei Fallkomplexen in Reutlingen: Diebstähle, Tuning, Rennen und Provokationen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Jugendliche E-Scooter-Gruppen sollen im Landkreis Reutlingen durch Eigentums- und Verkehrsdelikte aufgefallen sein. Die Verkehrspolizeidirektion Tübingen hat in der Folge eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe gegründet. Sie ist nach Polizeiangaben am Donnerstagnachmittag gegen eine größere Gruppe von E-Scooter-Fahrern in Esslingen vorgegangen.

Die Beamten hatten im Vorfeld laut Polizeibericht erfahren, dass die Reutlinger E-Scooter-Szene ein Treffen in Esslingen plane. Es sollte diesen Hinweisen zufolge am Bahnhof über die Bühne gehen. Und tatsächlich kamen dort am Donnerstagnachmittag mehrere Dutzend Kinder und Jugendliche mit ihren E-Scootern zusammen. Die Polizei unterzog die Gruppe nach eigenen Angaben einer Kontrolle.

Festgestellt wurden verschiedene Verstöße. Die Polizeibeamten leiteten über 40 Verfahren wegen Straf- und Ordnungswidrigkeiten ein. Inhaltlich ging es dabei um das Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstöße gegen die Zulassungs- und Versicherungspflicht, erloschene Betriebserlaubnisse oder Kennzeichenmissbrauch. Acht Scooter wurden beschlagnahmt. Die Kontrollen werden laut Polizei fortgesetzt.

Eltern sollten auf den Zustand der Fahrzeuge ihrer Kinder achten

Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang an die Eltern, auf den Zustand der Kraftfahrzeuge ihrer Kinder zu achten, insbesondere bei E‑Scootern. Bei unerlaubten Leistungssteigerungen kann der Versicherungsschutz erlöschen und der Versicherungsnehmer oder Fahrzeughalter, in der Regel die Eltern, können sich strafbar machen. Getunte Fahrzeuge können zudem durch die Ortspolizeibehörden eingezogen werden. Das Fahren eines E-Scooters ist erst ab 14 Jahren zulässig.

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Die Ermittlungsgruppe der Verkehrspolizeidirektion Tübingen kümmert sich laut Polizei um zwei Fallkomplexe. Im ersten Fall geht es um gemeinschaftlich begangene Diebstähle von Kleinkrafträdern durch Jugendliche in den Gemeinden Sonnenbühl, Lichtenstein und im Stadtgebiet von Pfullingen. Inzwischen konnten neben den Diebstählen auch zahlreiche weitere Straftaten wie Urkundenfälschung, Kraftfahrzeugrennen, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz aufgedeckt werden. Gegen zwölf Tatverdächtige im Alter von 14 bis 17 Jahren wurden bislang 25 Strafverfahren eingeleitet.

„Das Fahren eines E-Scooters ist erst ab 14 Jahren zulässig.“
Pressestelle
Polizeipräsidium Reutlingen

Im zweiten Fallkomplex geht es um eine größere Gruppe Jugendlicher aus dem Stadtgebiet Reutlingen, so die Polizei. Sie fielen durch stark getunte oder nicht zulassungsfähige E-Scooter auf. Mit auffälligem Fahrverhalten und teilweise Beleidigungen versuchten sie, die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zu ziehen und Verfolgungsfahrten zu provozieren. Die Taten wurden gefilmt und anschließend in sozialen Medien veröffentlicht. Den zehn Beteiligten im Alter von 13 bis 17 Jahren dieser Gruppierung werden unter anderem verbotene Kraftfahrzeugrennen, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Verstöße gegen die Zulassungs- und Versicherungspflicht vorgeworfen. Ferner fuhren die Jugendlichen teilweise auch gezielt Fußgänger an. Mittlerweile werden ihnen mindestens 20 Taten zur Last gelegt, gibt die Polizei bekannt.