Ausgehen im Kreis Esslingen: Gastronomen trotzen dem Regen – weniger Betrieb in Biergärten

Bei Regenwetter ist im Biergarten des Palmschen Baus in Esslingen nicht viel los.
Roberto BulgrinRegennasse Tische und Stühle und verwaiste Biergärten. Das kühle Wetter sorgt bei den Gastronomen im Landkreis Esslingen für eine Flaute im Außenbereich. Sie hoffen auf schönes Wetter, damit die Gäste wieder strömen. „Wir hatten trotz des Regenwetters einen sehr guten Auftakt“, sagt dagegen Petra Pfeiffer, die Geschäftsführerin des Estivals auf dem Esslinger Marktplatz.
Sie habe von den Gastronomen „durchweg positive Reaktionen bekommen“. Trotz des Regens strömten die Gäste auch aus der Region zum Auftakt des Festivals vor der malerischen Kulisse des Marktplatzes. In den Lauben waren sie gut vor dem Regen geschützt. „Die sind sehr stabil gebaut“, sagt Pfeiffer. Mit den Schirmen seien 80 Prozent der Plätze vor Regen geschützt. Sehr gut kam nach Petra Pfeiffers Worten auch der Erlebnistag für Kinder am Sonntag an. „Das gilt auch für das kostenlose Kulturprogramm.“ Die Stimmung sei sehr gut.
Schirme schützen nur bedingt vor Regen
Weniger positiv fällt die Bilanz der vergangenen Tage für den Palmschen Bau in Esslingen aus, dessen großer Biergarten unter Bäumen an Sonnentagen bestens besucht ist. „Wir leiden unter der Konkurrenz des Estivals“, sagt Imtiaz Ahmad. Sein Restaurant mit einem Schwerpunkt auf schwäbischer Küche sei „nicht mal gefragt worden, ob wir bei dem gastronomischen Festival dabei sein wollen“. Er hätte sich gewünscht, dass Esslinger Gastronomen da die Möglichkeit bekommen, dabei zu sein. Gegen den Regen hat das Team zwar Sonnenschirme aufgestellt. Aber durch das Baumdach tröpfelt der Regen. Daher hofft Ahmad, „dass das Wetter bald mitspielt“.
Gut besucht ist der Pavillon des Bistro und Café Rotenhans auf dem Schlossplatz in Neuhausen. Draußen ist nicht ganz so viel los. Aber auch unter den großen Schirmen herrscht bei Regenwetter Betrieb. „Die Neuhausener gehen trotz des Regenwetters aus“, sagt Felix Aydin lachend. Das hat der Kellner auch bei der Bierwecketse erlebt, die trotz des teilweise schlechten Wetters Tausende in die Ortsmitte lockte. Dass die Gemeinde Neuhausen den Pächtern des vielbesuchten Lokals auf dem Schlossplatz sieben Schirme zur Verfügung stellt, findet Aydin gut. Bei warmem Wetter laufe die Außengastronomie auch dann.

Bei Regen bleiben in der Gastronomie im Kreis Esslingen viele Tische leer.
Foto: Roberto BulgrinDas Baumdach der Rettichbar in Deizisau wird nach den Worten von Alexander Kraft jedes Jahr dichter. „Da brauchen wir kaum noch Schirme, bei leichtem Regen sind die Gäste durch die Blätter geschützt.“ Außerdem sorgt der Schatten gerade an heißen Tagen für eine angenehme Kühle. Im Sommer kommen bis zu 350 Gäste täglich in das Ausflugslokal bei der Kleingartenanlage am Ortsrand von Deizisau. „Bei Regenwetter sitzen deutlich weniger Stammgäste draußen“, sagt Kraft. Da seien die 60 Plätze im Innenraum meist gut besucht. Zwar sei es an den Regentagen „etwas ruhiger gewesen“, sagt der Gastronom. Klagen will er aber dennoch nicht: „Wir freuen uns natürlich, wenn die Sonne wieder scheint.“
Bei Regenwetter bleibt der Biergarten zu
Bei Kälte und Regenwetter öffnet Ibrahim Abdelateef den großen Biergarten am Köngener Albblick nicht mehr. „Da kommen einfach zu wenig Gäste, das lohnt sich nicht.“ Doch auch bei schönem Wetter sei das nicht immer möglich, da er wie viele andere in der Branche unter dem Personalmangel zu leiden habe. Da das Lokal direkt neben dem attraktiven Spielplatz der Kleingärtner liegt, herrscht gerade bei sonnigem Wetter rund um den Kiosk Hochbetrieb, den Abdelateef ebenfalls betreibt. Eltern und Kinder decken sich mit Eis, Süßigkeiten, Pommes Frites und Falafel ein. Außerdem gibt es kühle Getränke. „Auf zwei Hochzeiten zu tanzen, das ist nicht leicht.“