Busverkehr beim Filderkrautfest: Mit drei Routen läuft’s rund

Zahlreiche Krautfestbesucher haben die kostenlosen Shuttle-Bussen zwischen den Veranstaltungsorten benutzt.
Claudia BarnerLeinfelden-Echterdingen - Überfüllte Busse, lange Wartezeiten, Fehler in der Krautfest-App – mit seinem Bus-Angebot für Festbesucher und der Info-Software fürs Handy hatte sich der Bund der Selbständigen Leinfelden-Echterdingen (BDS) 2014 jede Menge Ärger eingehandelt. Das Konzept war dar-aufhin gründlich überarbeitet worden. Seit dem Wochenende steht nun fest: Der Aufwand hat sich gelohnt. Beschwerden und Probleme gab es nur noch punktuell. „Vom Prinzip her sind wir sehr zufrieden. Die Resonanz war super“, bilanzierte BDS-Vorstandsmitglied Marion Mohr am Tag nach dem Filderkrautfest-Wochenende.
Zu jenen, die das Gratis-Angebot nutzten, gehörten Ramona und Frank Bohnert aus Remseck. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern waren sie im Shuttlebus von Leinfelden nach Echterdingen unterwegs. Im vergangenen Jahr waren sie die Strecke gelaufen und hatten dabei jene überholt, die im Stau rund um das Festgelände feststeckten. Diesmal hielt sie das schlechte Wetter vom Fußmarsch ab und sie registrierten erleichtert, dass die Verbindung funktionierte und für den Kinderwagen im Fahrgastraum genügend Platz war. „Das läuft perfekt“, lobten sie.
Separate Busspur hat sich bewährt
Zu verdanken hatten sie das entspannte Pendeln einem neuen Konzept, das auf drei unabhängigen Routen basiert. Jeweils ein Bus stellte die Verbindung zwischen Oberaichen und Leinfelden sowie zwischen Echterdingen und Stetten her. Auf dem Abschnitt zwischen den beiden Krautfest-Zentren in Leinfelden und Echterdingen verkehrten zwei Busse im Zehn-Minuten-Takt.
Neu war auch die separate Busspur vor dem Kreisel an der Leinfelder Straße. Rathausmitarbeiter Dieter Bahlinger hatte die Idee mit entwickelt und stellte zufrieden fest: „Dadurch wurde die Situation stark entzerrt.“ Man denke mittlerweile sogar darüber nach, ob die Busspur zur festen Einrichtung werden könne. Ein paar kleinere Staus im Krautfest-Shuttleverkehr konnte jedoch auch die Sonderspur nicht verhindern. Armin Miller vom BDS, der die Fahrten begleitete und als Ansprechpartner zur Verfügung stand, hat am Stangen-Rondell an der Friedrich-List-Straße in Echterdingen noch eine Schwachstelle ausgemacht. „Es gibt einfach noch immer zu viele Autofahrer, die versuchen, die Polizeisperre zu passieren und mit langwierigen Diskussionen den ganzen Verkehr aufhalten.“, berichtete er. Nach zweitägigem Dauerpendeln kam jedoch auch er zu dem Ergebnis: „Unter dem Strich läuft das jetzt rund.“
Stetten erstmals angefahren
Seine Begeisterung teilt indes nicht jeder. In Stetten, das erstmals mit dem Shuttle angefahren wurde, sieht man nach wie vor Handlungsbedarf. Dort klagten Bürger aus den höher gelegenen Ortsteilen über zu weite Wege zu den Haltestellen. Und auch bei der Krautfest-App, die diesmal zwar zuverlässig den aktuellen Standort und die Ankunftszeit der Shuttlebusse zeigte, könnte sich eine erneute Überarbeitung im Hinblick auf die Rechtschreibung lohnen. Wer sich beispielsweise zur Krautausstellung durchklickte, wurde zur „Zehtnscheier“ gelotst.