Bauarbeiten in Weilheim: „Es geht jetzt los“ – Gewerbegebiet um Cellcentric wird erschlossen

Aus der Ackerfläche in Weilheim soll ein Gewerbegebiet werden. Der Erschließung war langes juristisches Tauzien vorangegangen.
Horst Rudel (links)/ dpa (rechts oben) / Cellcentric (rechts unten)Die Bagger sind da. Der Weilheimer Bürgermeister Johannes Züfle freut sich: Der erste Schritt zur Entwicklung des Gewerbegebiets Rosenloh ist gemacht. Hier sollen sich auf rund 30 Hektar Fläche ortsansässige Unternehmen und der Brennstoffzellen-Hersteller Cellcentric ansiedeln. Doch bevor die einzelnen Betriebe auf der heutigen Ackerfläche errichtet werden können, ist die Stadt mit dem Bau einer Entlastungsstraße am Zug. Dafür muss zunächst die bisherige Kreuzung an der Zufahrt zum Gewerbegebiet Tobelwasen in einen Kreisverkehr umgebaut werden. Dieser soll eine optimale Anbindung der Stadtmitte, des Gewerbegebiets Tobelwasen und des Gewerbegebiets Rosenloh ermöglichen.
Umleitung zur Verkehrsentlastung
Diese Arbeiten haben in dieser Woche begonnen und werden laut einer Mitteilung der Stadt bis zum 30. August dieses Jahres dauern. Straßensperrungen sind nicht erforderlich, allerdings wird während der gesamten Bauphase eine überörtliche Umleitung eingerichtet, um das Verkehrsaufkommen im Baustellenbereich zu minimieren, heißt es. Die Erschließung des Gewerbegebiets soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

So stellt sich Cellcentric die neue Brennstoffzellenfabrik in Weilheim vor.
Foto: Cellcentric„Mit dem Baustart für den neuen Kreisverkehr wird das einmalige Zukunftsprojekt Rosenloh nun sichtbar“, betont Züfle. Der Umsetzung steht – zumindest juristisch – nichts mehr im Weg, denn die beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg eingereichte Normenkontrollklage einer Privatperson ist zurückgenommen worden, gibt die Stadtverwaltung bekannt.
Cellcentric sichert sich Grundstück
Nach zähem Ringen in den vergangenen Jahren und einem Bürgerentscheid ist somit der Weg frei für das Herzstück des neuen Gewerbegebietes, die Brennstoffzellenfabrik von Cellcentric. Bereits kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres hatte das Unternehmen mit der Stadt Weilheim einen sogenannten Optionsvertrag über den Erwerb eines 16 Hektar großen Grundstücks im Gewerbegebiet Rosenloh abgeschlossen. Diese verbindliche Flächenreservierung bis zum Jahr 2029 spülte immerhin 15 Millionen Euro in die Stadtkasse. Geld, das nun zu einem Teil in die Erschließung des Areals fließt.
Im künftigen „Klimawerk“ von Cellcentric – ein Joint-Venture von Daimler Truck und Volvo – werden Brennstoffzellen für emissionsfreie Lastwagen hergestellt. Nach derzeitiger Planung soll Ende des Jahrzehnts die Serienproduktion der wegweisenden Technik starten.