„Der Postillon antwortet“
: Bekanntes Satiremagazin nennt Esslingen - warum?

In einem nicht ganz ernst gemeinten Post legt das bekannte Satiremagazin Postillon offen, wer es angeblich finanziert. Eine Spur führt nach Esslingen.
Von
Sebastian Xanke
Esslingen
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Esslingen und der Postillon

Esslingen und der Postillon - gibt es da eine Verbindung?

Imago / Imagebroker / Rüdiger Wölk
  • Der Postillon behauptet satirisch, von diversen Akteuren finanziert zu werden.
  • Auf der Liste stehen u. a. Bill-Gates-Stiftung, Elon Musk, Donald Trump und Blackrock.
  • Genannt werden auch skurrile Gruppen – sowie die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.
  • Die Kreissparkasse weist jede Verbindung zurück und nimmt die Nennung mit einem Augenzwinkern.
  • Der Artikel betont: Medien leben von Werbung und Abos, Leser sichern unabhängigen Journalismus.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Journalistinnen und Journalisten kennen die Frage gut, denn sie wird immer wieder gestellt: „Wer finanziert euch wirklich?“ oder „wer bezahlt euch dafür, sowas zu schreiben?“ Der manchmal direkt, manchmal indirekt geäußerte Subton: Wer steckt hinter den offensichtlich diktierten, böswillig gelenkten und komponierten Artikeln in den Medien?

Ist es die hiesige Lokalpolitik oder gar der Bundeskanzler persönlich, der die Marschrichtung mithilfe dubioser Geldgeschenke vorgibt? Sind es geheime Großspender international agierender Organisationen? Selten gehen Medien mit diesen Fragen offensiv um, doch das Satiremagazin Postillon offenbarte jüngst in einem Posting auf der Plattform Twitter/X, woher das Geld für ihr Überleben wirklich stammt.

Unter der Überschrift „Leser fragen, der Postillon antwortet“ beantworteten die Kollegen die Nachfrage eines anonymen Gottfried Müllers - „von welchen NGOs werdet ihr finanziert?“ - offen und ehrlich. Die Liste ist lang. Die Bill-Gates-Stiftung wird etwa genannt (Sie wissen schon, der Bill Gates, der uns mit der Corona-Impfung chippen wollte), der reichste Mann der Welt, Elon Musk, Donald Trump, Blackrock, die Antifa, der Verband der Schnurrbartträger und, halten Sie sich fest: die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.

Postillon-Gate: Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen äußert sich

Selbstverständlich ist das ein Skandal. Wir haben die Kreissparkasse um eine kurze Stellungnahme zu dieser ernsten Angelegenheit gebeten. Welche Verbindungen hat die Bank zum Postillon? Die Antwort: „Wir hatten noch nie Kontakt zum Postillon und haben auch keine Idee, wie das Satiremagazin auf die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen gekommen sein könnte“, heißt es.

Dass der Postillon die Bank in einer Reihe mit den „Grenzbeamten ohne Grenzen“ und dem „Verband der Chemtrailpiloten Deutschland“ nennt, nehme man mit „einem Augenzwinkern zur Kenntnis“. Es bleibt also ungeklärt, weshalb der Postillon ausgerechnet die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen auserkoren hat - der in der Liste einzig andere konkret genannte Ort ist der Kleintierzüchterverein Hamm-West.

foto: Roberto Bulgrin
24. 03. 2026
Esslingen, Kreissparkasse, Bilanzpressekonferenz des Geschaeftsjahres 2025
vl: Frank Dierolf, Burkhard Wittmacher (Vorsitzender), Kai Scholze (Stv. Vorsitzender)

Die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen bestreitet jede Verbindung zum Satiremagazin Postillon.

Roberto Bulgrin

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