: Wie ein dicker Hintern Plochingen in Aufruhr versetzte
Bestellt war ein Toilettenhäuschen – doch was der Künstler Tomi Ungerer lieferte, bezeichnete er selbst als „Arschitektur“: Vor fast zwei Jahrzehnten schieden sich in Plochingen die Geister an einem Kuppeldach in Gestalt eines opulenten Hinterteils. Das ist aus dem WC geworden.
Eine Farbexplosion mitten in Plochingen: Mit seinem märchenhaften Heile-Welt-Charme will das Toilettenhäuschen von Tomi Ungerer vor allem eines - gefallen
Roberto Bulgrin
Direkt hinter der öffentlichen Bedürfnisanstalt befindet sich die Plochingen-Info.
/Simone Weiß
Die Toilette wurde von dem 2019 verstorbenen Elsässer Künstler Tomi Ungerer gestaltet. Die Nähe zur Ottilienkapelle war von Beginn an ein Kritikpunkt.
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Der Toilettenbau ist verziert mit harmlosen Fabelwesen und versprüht einen Zucker-Candy-Charme.
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Der Grafiker, Illustrator, Autor und Satiriker Tomi Ungerer erhielt 2005 den Auftrag von der Stadt Plochingen, den Toilettengang stadt- und salonfähig zu machen.
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Die Einweihung von „Les Toilettes“, dem WC von Tomi Ungerer, erfolgte am 15. September 2007.
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Mit dieser rosa Farbgebung wollte Tomi Ungerer an das menschliche Gedärm erinnern.
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Das Toilettenhäuschen von Tomi Ungerer gilt als das umstrittenste in der Region.
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Die Damentoilette ist auch barrierefrei.
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Der ursprüngliche Entwurf von Tomi Ungerer hatte einen Kubusbau mit einem großen, rosaroten Hinterteil vorgesehen. Muslime hatten gegen den Entwurf protestiert, weil er an eine Moschee erinnere. Christen hatten das Modell wegen der Nähe zu der historischen Ottilienkapelle abgelehnt. Daraufhin lieferte Tomi Ungerer eine zweite, entschärfte Version.
/Roberto Bulgrin
Die Modelle der Toilette sind in der PlochingenInfo in der Marktstraße 36 ausgestellt.