Extreme Wetterlagen
: Stadt informiert: Was tut Esslingen gegen Starkregen-Gefahren?

Die Stadt will über Risiken und Gegenmaßnahmen bei extremen Wetterlagen informieren. Dazu ist eine Online-Veranstaltung geplant.
Von
Alexander Maier
Esslingen
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Bei starken Unwettern stößt die Kanalisation bisweilen an ihre Grenzen.

SDMG

Extreme Wetterlagen haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Starkregen, Überschwemmungen und extreme Hitzeperioden treten auch in Esslingen immer häufiger und intensiver auf. Um auf solche Wetterlagen vorbereitet zu sein und drohenden Schäden für Menschen, Infrastruktur und Umwelt möglichst vorzubeugen, arbeitet die Stadt an einem sogenannten Starkregenrisikomanagement.

Untersucht wurde nicht nur, welche Bereiche im Stadtgebiet bei Unwettern besonders gefährdet sind und welche Gegenmaßnahmen die Stadt ergreifen kann. Damit auch die Bürgerinnen und Bürger umfassend informiert sind, lädt die Stadt zu einer Online-Veranstaltung ein, die am Dienstag, 9. Juni, um 18 Uhr beginnt. Wer via Internet an der Veranstaltung teilnehmen möchte, kann sich über die städtische Webseite anmelden.

Die Stadtverwaltung entwickelt bis Ende 2026 ein Konzept, das helfen soll, Schäden durch Starkregen zu verringern. Dabei folgt sie den einheitlichen Vorgaben der Landesanstalt für Umwelt, die drei Bausteine vorsieht: Im ersten Schritt zeigt eine Gefährdungsanalyse, wo sich bei Starkregen Wasser sammeln und abfließen kann. Die Ergebnisse werden in den Starkregengefahrenkarten dargestellt. In einer Risikoanalyse wird sodann geprüft, welche Bereiche besonders betroffen sein könnten – zum Beispiel öffentliche Gebäude, Straßen oder Einrichtungen der Infrastruktur. Privatgebäude und Betriebe sind nicht Teil der Risikoanalyse.

Risiken sind Esslinger Stadtgebiet unterschiedlich verteilt

Und schließlich wird ein Handlungskonzept entwickelt, in dem die Stadt festlegt, welche Maßnahmen sie zum Schutz vor Starkregen umsetzt. Dazu gehören die Information und Aufklärung der Bevölkerung, die Vorsorge auf städtischen Flächen, bauliche Schutzmaßnahmen sowie eine bessere Vorbereitung auf Notfälle und Krisen. Mit der Veröffentlichung der Starkregengefahrenkarten und der Online-Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger am Dienstag geht die Stadt nun den nächsten Schritt.

Die Stadt will sich auf extremes Wetter besser vorbereiten.

Foto: Roberto Bulgrin

Die Starkregengefahrenkarten benennen Bereiche im Stadtgebiet, die bei Starkregen besonders anfällig sein können. „Das ermöglicht eine individuelle Risikoeinschätzung der betroffenen Grundstücke“, hat Tiefbauamts-Chef Uwe Heinemann unlängst im Ausschuss für Bauen, Mobilität und Klimaschutz des Gemeinderats erklärt.

Erklärtes Ziel der Stadtverwaltung ist es, die Öffentlichkeit für mögliche Gefahren durch Starkregen zu sensibilisieren sowie zu zeigen, wie man sich und sein Umfeld vor Starkregenereignissen schützen kann und was in solchen Fällen zu tun wäre. Für die Stadt selbst geht es darum, in einer dritten Phase alle konzeptionellen und baulichen Maßnahmen zu ermitteln, die zur Beseitigung oder zur Minderung der Schäden empfohlen werden.

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