Familienbetrieb Kreis Esslingen
: Bauschuttrecycler Fischer verkauft, bleibt aber eigenständig

Das Familienunternehmen Fischer aus Weilheim (Kreis Esslingen) ist von einem Mitbewerber gekauft worden. Was bedeutet das für die Arbeitsplätze bei dem Bauschuttrecycler?
Von
Corinna Meinke
Esslingen
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Die Firma Fischer betreibt auch eine Anlage für verunreinigtes Erdreich.

Archiv/Horst Rudel

Die Fischer Weilheim Gruppe meldet den Zusammenschluss mit der Schwenk Baustoffgruppe aus Ulm. Das 1927 gegründete Weilheimer Familienunternehmen hat sich als Dienstleister für Kreislaufwirtschaft, Transportlogistik, Bodenmanagement und Rückbau einen Namen gemacht. Fischer betont, auch nach dem Verkauf eigenständig zu bleiben.

Die Transaktion bedürfe noch der Zustimmung durch das Bundeskartellamt, und auch danach werde Fischer mit „der vertrauten Mannschaft, Struktur und operativer Ausrichtung“ weitermachen, teilt eine Sprecherin mit. Eigenen Angaben zufolge hat das Unternehmen derzeit etwa 450 Mitarbeitende.

Abbau von Arbeitsplätzen nicht geplant

Die Entscheidung für den Verkauf sei aus einer wirtschaftlich starken Position heraus getroffen worden und man sei „hervorragend aufgestellt, um zukünftige Herausforderungen zu meistern“. Der Zusammenschluss stärke die Finanzkraft und ermögliche „die gemeinsame Realisierung von Zukunftsprojekten in der Kreislaufwirtschaft“. Ein Abbau von Arbeitsplätzen in Weilheim sei nicht geplant. Die bestehende Struktur und die Arbeitsplätze blieben komplett erhalten.

Typisch sind die orangefarbenen Fahrzeuge

Auch die Zentrale soll nach Angaben einer Unternehmenssprecherin in Weilheim bestehen bleiben. Und da das Unternehmen weiterhin eigenständig agiere, blieben die Dienstleistungen und die Arbeitsplätze vor Ort erhalten. „Unsere orangenen Fischer-LKWs rollen weiterhin durch die Region“, heißt es in der Mitteilung.

Die Aufbereitung wird am Bildschirm überwacht.

Foto: Archiv/Horst Rudel

Durch den Zusammenschluss ergeben sich laut dem Unternehmen „zahlreiche Synergien, insbesondere im Bereich des Stoffstrommanagements – etwa bei Bodenmaterialien und zertifizierten Ersatzbaustoffen“.

„Wir haben einen Partner gefunden, der unsere Philosophie versteht und unser Unternehmen langfristig stärkt – ohne unsere Eigenständigkeit einzuschränken“, erklärt Claus Bechlars, Vorsitzender der Geschäftsführung der Fischer Weilheim Gruppe und ergänzt, besonders wichtig seien die Perspektive für die Mitarbeitenden, die strategische Klarheit sowie ein verlässliches Umfeld gewesen.

Ziel ist eine langfristige Partnerschaft

Mit Schwenk gewinne die Fischer Weilheim Gruppe einen langfristig orientierten Partner, „der die Werte eines unabhängigen Familienunternehmens teilt und die Weiterentwicklung des Geschäfts im Sinne der Mitarbeitenden, Kunden und regionalen Verantwortung fortführt“.

Das Ulmer Unternehmen Schwenk verfolge mit dem Kauf „konsequent seine auf Nachhaltigkeit fokussierte Strategie und setze einen weiteren wichtigen Schritt im Ausbau einer ressourcenschonenden Wertschöpfung“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Fischer bringt hohe Kompetenz und überregionale Stärke mit – eine ideale Ergänzung für unser Portfolio“, wird Thomas Spannagl, CEO von Schwenk, zitiert. Das Unternehmen zählt 4500 Mitarbeitende.

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