Ferien im Kreis Esslingen: Ferienerlebnisse für Familien – Vom Schlittschuhlauf zur Sternen-Runde
Erlebnisse mit der ganzen Familie gibt es für Daheimgebliebene in den Winterferien auch im Kreis Esslingen viele. Museen, Wanderwege in der Natur oder Schlittschuhlaufen sind nur einige der Möglichkeiten. Sechs Ausflüge drinnen und draußen sprechen vielseitige Interessen an. Da erleben Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam Kultur, Natur oder kommen zusammen in Bewegung.
Keine Angst vor großen Katzen: Ausstellung im Stadtmuseum Nürtingen
Säbelzahntiger, Hauskatzen und Darstellungen der Katzen in unterschiedlichen Kulturen zeigt die Ausstellung „Pfoten hoch! Entdecke die Welt der Katzen“. Die Schau im Stadtmuseum in der Wörthstraße 1 ist noch bis 1. März zu sehen. „Es geht darum, die Vielfalt der Katzen zu zeigen“, sagt Melina Wießler, die das Museum leitet. Die Kuratoren Dieter und Adrian Luksch zeigen nicht nur ausgestopfte Exponate. Sie haben auch die Lebensräume der Raubtiere nachgebildet. Wießler ist es wichtig zu zeigen, „dass auch in unserer Gegend Wildkatzen leben.“ Katzen in der Popkultur sind ebenfalls zu entdecken. Eine Wand mit Filmplakaten zeigt nach Wießlers Worten, wie populär die Katzen in der Kultur sind. Viel Wert legt die Museumschefin auf interaktive Angebote für Kinder. Sie will ihnen „die Faszination der eigenwilligen Tiere nahebringen“. Das Stadtmuseum hat dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet; samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr.

Ein Spaziergang am Wasser bei Wendlingen ist auch im Winter schön.
Foto: Markus BrändliStreifzüge am Wasser: Der Neckar und die Seen bei Wendlingen
Eine faszinierende Wasserlandschaft ist am Neckar bei Wendlingen und Köngen zu entdecken. An der Ausfahrt der B 313 Köngen-Nord geht es links zu den Parkplätzen am Neckar. Radfahrer und Wanderer genießen auch an kalten Wintertagen die faszinierende Wasserlandschaft. Im Neckar bei Wendlingen schwimmen viele Fische wie Aale, Barben, Barsche, Döbel, Karpfen, Hechte, Welse und Zander. Der Schäferhauser See, der Hüttensee und der Neckar bieten Fischen und Wasservögeln einen idealen Lebensraum. Wer mehr als einen kleinen Spaziergang wagen will, kann bis nach Wernau und nach Plochingen wandern. Die landschaftlich schöne Tour führt vorbei an den Wernauer Baggerseen. Bei frostigen Touren und Sonnenschein ist die Tour ein Erlebnis. Die geschotterten Wege sind leicht zugänglich.
Farbenfrohe Kunst: Die Ausstellung „Parklife!“ in der Galerie Ostfildern
Malerei, die wegen ihrer bunten Farben auch Kinder anspricht, stellt der junge Künstler Carlo Krone noch bis 13. Januar in der Galerie der Stadt Ostfildern aus. Als gefragter Newcomer der Generation Z ist Krone mit digitalen Medien aufgewachsen. Flimmernde Bildschirme, fragmentierte Motive und eine beschleunigte Wahrnehmung – das prägt den Stil des Künstlers. Doch es reizt ihn, die besonderen Momente ins Bild zu bannen. Auf der roten, fleischigen Erdbeere klebt ein schwarzes Quadrat. Der Anblick verstört. Dabei ist von der Frucht nur ein Ausschnitt zu erkennen. Wie mit der Kameralinse zoomt Krone die alltäglichen Gegenstände heran, die er malt. Obwohl sein Stil gegenständliche Züge hat, denkt er die Malerei anders und lässt sich lustvoll auf die Sehweisen der Millenials ein. Die Galerie im Stadthaus im Scharnhauser Park hat am 3. Januar von 10 bis 12 Uhr und am 4. Januar von 15 bis 18 Uhr offen.
Auf dem Schurwald zu den Sternen: Der Aichwalder Planetenweg
Winterlich verzuckert sind die Bäume auf dem Schurwald. Schon die Fahrt nach Aichwald ist ein Naturerlebnis. Am Jugendhaus Domino beginnt der Weg mit der Sonne. Der Planetenweg ist als 4,4 Kilometer langer Rundweg im Maßstab 1:2 Milliarden angelegt. Ein Millimeter entspricht einer Strecke von 2000 Kilometern. Auf vorwiegend asphaltierten Wegen wandert man an Stationen vorbei, die Wissen zur Sonne, den acht Planeten, den Asteroidengürtel, die Plutoiden und die Milchstraße vermitteln. Auf den Infotafeln der einzelnen Planeten werden diese als Halbkugeln dargestellt, zum Vergleich kann jeweils die der Erde herangezogen werden. Nach dieser Tour, die in eineinhalb Stunden zu schaffen ist, werden Jung und Alt den Nachthimmel viel bewusster sehen. Allerdings sind die vielen Fakten auf den Metalltafeln eher trocken und für ältere Kinder oder Erwachsene geeignet.

In den Winterferien hat das Esslinger Eisstadion verlängerte Laufzeiten.
Foto: Roberto BulgrinFamilienspaß auf Schlittschuhen: Das Eisstadion in Esslingen
Wer sich nach Wintersport sehnt, findet im Esslinger Eisstadion optimale Bedingungen vor. Die Eissportgemeinschaft betreibt die Eislauffläche auf der Neckarinsel. In den Winterferien bietet die ESG im Stadion an der Inselstraße 27 verlängerte Laufzeiten an. „Familien gemeinsame Zeit auf dem Eis bieten“, will der Verein. Mit maßgeschneiderten Angeboten für junge Leute wie etwa Eisdiscos und Eislaufkursen auch für Anfänger macht der Verein das Eislaufen für den Breitensport attraktiv. Wer erst mal schnuppern möchte, darf sich Schlittschuhe ausleihen. Am 3. Januar steigt von 21 bis 23 Uhr die Insel-Party. „Die Eissportgemeinschaft kombiniert ein Freizeitangebot für jedermann und einen professionellen Sportbetrieb in den Sparten Eishockey, Eiskunstlauf und Eisstocksport“, sagt Jugendleiter Thomas Wirth. Der Verein setze auf eine familiäre Atmosphäre. Parkplätze gibt es an der Eberspächerstraße 31, von da aus ist das Stadion auf der Neckarinsel nach 250 Meter Fußweg zu erreichen. Weitere Informationen: www.esg-esslingen.de
Winterspaziergang mit Ausblicken: Katharinenlinde und Weinbaumuseum
Mit dem Bus lässt sich der Esslinger Stadtteil Rüdern vom Bahnhof entspannt erreichen. Die Linie 109 fährt zum Bürgerhaus oder zum Paradiesweg. Wer da aussteigt, kann über die Rüderner Heide in einer knappen halben Stunde zur Katharinenlinde mit dem frisch renovierten Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins wandern. Der Weg ist gut ausgeschildert und auch im Winter ein Erlebnis. In der Verlängerung der Sulzgrieser Straße geht es nach rechts zur Katharinenlinde. Da öffnet sich ein herrlicher Blick auf die Grabkapelle Rotenberg, die auf dem Württemberg steht. Links führt ein Weg durch Streuobstwiesen hinunter nach Uhlbach. In dem Stuttgarter Stadtteil, der bekannt für seinen Weinbau ist, lädt das Weinbaumuseum zur Verkostung und zu Vespern ein. Sehenswert ist die Dauerausstellung zur Geschichte des Weinbaus. Die Exponate bringen den Besuchern 2000 Jahre Weinbaukultur im Mittleren Neckarraum nahe. Das Museum hat am 3. Januar von 14 bis 18 Uhr offen, am 4. und 6. Januar von 11 bis 18 Uhr.










