Festnahme in Kirchheim
: Im Netz Panik geschürt – Falscher Post zu Angriffen

Nach dem Angriff auf zwei Männer hat die Polizei einen psychisch auffälligen 19-Jährigen in Kirchheim festgenommen. Eine falsche Instagram-Story schürt Angst.
Von
Elisabeth Maier
Esslingen
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Die Polizei nahm einen psychisch auffälligen 19-Jährigen fest, der Menschen in Kirchheim bedroht hat.

dpa

In Kirchheim sorgt ein Social-Media-Post für Aufregung. Da wird vor einem Angreifer gewarnt: „20-Jähriger bedroht sowohl Erwachsene als auch Kinder mit sehr großem Messer in Kirchheim“. Diese Botschaft kursiert mit zwei Fotos eines jungen Mannes zurzeit in Form einer Instagram-Story in Kirchheim und Umgebung. Auch weitere Informationen zu dem vermeintlichen Angreifer sind enthalten. Obwohl es zwei entsprechende Vorfälle gab, schließt die Polizei eine Gefahr für die Menschen in Kirchheim aus.

„Es stimmt nicht, dass ein gefährlicher Menschen durch die Stadt läuft und Menschen bedroht“, sagt Tina Rempfer, Pressesprecherin beim Polizeipräsidium Reutlingen. Dass auf diese Weise Angst und Panik geschürt wird, kritisiert sie scharf. Allerdings verweist sie auf zwei Fälle von Bedrohungen in Kirchheim, in die ein 19-Jähriger verwickelt gewesen sein soll. Am 19. Juni bedrohte er einen Mann und eine Frau auf einem Fußweg in der Kirchheimer Straße. Er habe sie zunächst von hinten angesprochen und dann mit einem Messer bedroht. „Verletzt wurde niemand“, sagt Rempfer.

Kirchheim: Angriff mit einem Besenstiel

Am Sonntag, 6. Juni, soll ebenfalls ein 19-Jähriger gegen 19.45 Uhr zwei 23-Jährige auf einem Einkaufsmarkt-Parkplatz in der Jesinger Straße mit einem länglichen Gegenstand angegangen haben. „Es handelte sich offenbar um einen Besenstiel“, sagt die Pressesprecherin. Die beiden jungen Männer konnten laut Polizei fliehen und blieben ebenfalls unverletzt. Die Polizei stellte den psychisch auffälligen 19-Jährigen wenig später und nahm ihn in Gewahrsam. Er kam in eine psychiatrische Fachklinik.

Gegen den 19-Jährigen wird nun wegen Bedrohung ermittelt. „Wir haben aber auch Anzeige gegen den noch unbekannten Urheber des Posts erstattet“, sagt Tina Rempfer. „Da geht es um üble Nachrede.“ Die Instagram-Story, die 24 Stunden im Netz zu sehen ist, wurde bis Montag mehr als 1000 Mal geteilt. „Ich würde nie einen Post teilen, von dem ich nicht weiß, ob er stimmt oder nicht“, sagt Tina Rempfer. Solche Nachrichten im Netz zu verbreiten, versetze viele Menschen unnötig in Panik.

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