Filderstadt
: So viel soll das Parken in Bernhausen bald kosten

Filderstadt macht Ernst: Um Dauerparker in Bernhausen loszuwerden, werden Gebühren erhoben. Nun gibt es einen ersten Beschluss fürs Krone- und fürs neue Frech-Areal.
Von
Caroline Holowiecki
Stuttgart
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Auf dem Kroneareal in Bernhausen kostet das Parken jetzt schon Gebühren.

Caroline Holowiecki

Die Bauarbeiten auf dem Frech-Areal in Bernhausen schreiten voran. Schon vor Monaten waren dort Gebäude abgerissen worden, derzeit wird ein temporärer Parkplatz gebaut, bevor klar ist, wie es mit dem zentralen Areal weitergeht. Wie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats zu hören war, soll der Parkplatz erstmals zum Bärenfest nutzbar sein. Zur Veranstaltung, die am letzten Juni-Wochenende in der Fußgängerzone steigt, soll es also mehr Parkraum im Ortsteil geben.

Nun steht auch fest, was das Parken dort kosten wird. Der Gemeinderat hat die einheitliche Bewirtschaftung auf dem (jetzt schon kostenpflichtigen) Krone- und dem neuen Frech-Areal beschlossen. Letztere Fläche läuft im Rathaus unter dem Namen Parkierungsanlage Fußgängerzone Bernhausen. Start: 30. Juni. Demnach sollen montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr 60 Cent je Stunde inklusive Mehrwertsteuer fällig werden. Ausgenommen davon sind Carsharing-Wagen und E-Autos während des Ladens. Die Mindestgebühr beträgt zehn Cent für zehn Minuten. Auch Bezahlen per App soll eingeführt werden. Eine sogenannte Brötchentaste gibt es indes nicht. Zwar hätte sich Richard Briem (Freie Wähler) eine Stunde gebührenfreies Parken zur Belebung der Innenstadt gewünscht, das gebe es anderswo im Kreis auch, der Erste Bürgermeister Falk-Udo Beck hingegen betonte, dass es in Bernhausen genügend kostenfreie Parkplätze gebe.

Die Grünen-Fraktion wiederum hatte sich für eine stärkere verkehrsberuhigende Wirkung höhere Parkgebühren erhofft, nämlich 25 Cent je Viertelstunde. „Damit lägen die Parkgebühren in Filderstadt auf dem Niveau der Gebühren der aufgeführten Vergleichskommunen Leinfelden-Echterdingen, Ostfildern und Nürtingen“, hieß es in einem Antrag, der keine Mehrheit fand.

Die neuen Parkgebühren sollen aber nur der Anfang sein. Gemäß der Parkraumkonzeption Bernhausen, die in derselben Sitzung beschlossen wurde, sollen weitere Flächen mit Gebühren oder Parkscheiben bewirtschaftet werden, um vor allem Dauerparker im öffentlichen Straßenraum im Zentrum von Bernhausen und auch in den Wohngebieten loszuwerden. Denn während viele – kostenpflichtige – Parkgaragen oftmals teils leer bleiben, drücken sich die Menschen mit ihren Autos lieber an die Straßen, wo sie bislang nichts zahlen. Die flächendeckende Umsetzung des Parkraumkonzepts soll in Schritten erfolgen. Zunächst werden eben nur die Parkierungsanlagen Krone- (33 Stellplätze, davon 28 bewirtschaftet) und Frech-Areal (52 Stellplätze, davon 46 bewirtschaftet) umgesetzt und monetär bewirtschaftet werden. Für weitere Stufen der Konzeption bedarf es jeweils einer Abstimmung mit dem Gemeinderat, am Ende aber sollen die Gebühren im öffentlichen Straßenraum höher sein als in den Parkbauten. Der Oberbürgermeister Christoph Traub betonte in der Sitzung: „Die Lenkungsfunktion über die Gesamtstadt behalten wir im Blick.“

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