Finanzkrise spitzt sich zu: Stadt Esslingen muss 24,4 Millionen Euro an lokale Unternehmen zurückzahlen

Die finanzpolitische Situation der Stadt beschäftigt den Esslinger Gemeinderat schon seit Längerem. (Archivfoto)
Roberto BulgrinDie erste Hiobsbotschaft ist kaum verdaut, da kommt schon die nächste: Wie jetzt bekannt wurde, muss die Stadt Esslingen 24,4 Millionen Euro an Gewerbesteuer-Vorauszahlungen für das Jahr 2025 an lokale Unternehmen zurückzahlen. Damit spitzt sich die Finanzkrise der Stadt weiter zu.
Erst im Januar hatte die Nachricht, dass Esslingen mit 36,5 Millionen Euro weniger Gewerbesteuereinnahmen rechnen muss als geplant, für viel Aufregung in der Kommunalpolitik gesorgt.
Finanzkrise in Esslingen: „Uns fehlt ab sofort die Liquidität“
Während die Stadt noch dabei war, auf die erste finanzpolitische Hiobsbotschaft zu reagieren, platzte jetzt die zweite Bombe. Im Rathaus wird nun fieberhaft überlegt, wie mit der neuen Situation umgegangen werden kann. „Uns fehlt ab sofort die Liquidität“, sagte Finanzbürgermeister Ingo Rust bei der Bekanntgabe der neuen Umstände in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am Montag. Man müsse umgehend Sofortmaßnahmen einleiten.
Zudem müssen man den erst im Dezember verabschiedeten Doppelhaushalt nun deutlich nachschärfen. Ein Nachtragshaushalt soll im Sommer verabschiedet werden.
