Gefahr für Liebersbronn und Wiflingshausen
: Trinkwasser muss abgekocht werden

Die mikrobiologischen Grenzwerte wurden im Nordosten von Esslingen überschritten. Das Gesundheitsamt hat deswegen eine Warnung herausgegeben. Wegen möglicher Gesundheitsgefahren wird von dem Genuss nicht abgekochten Wassers abgeraten.
Von
Simone Weiß
Esslingen
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Vorsicht ist bei dem Genuss von Trinkwasser in Liebersbronn und Wiflingshausen geboten.

dpa//Patrick Pleul

Die Stadtwerke Esslingen (SWE) raten dringend von dem Genuss des Trinkwassers in den Stadtteilen Liebersbronn und Wiflingshausen ab. Das Gesundheitsamt habe eine Warnung vor dem Genuss herausgegeben. Das Wasser sollte unbedingt abgekocht werden.

Grenzwerte überschritten

Vorsicht ist geboten. Im Auslauf des Hochbehälters Dulkhäusle sind laut den SWE am Donnerstag, 10. Oktober, bei Kontrollen die coliformen Bakterien Escherichia coli (E-Coli) nachgewiesen worden. Das sei der Grund für eine leichte Überschreitung des mikrobiologischen Grenzwertes im Nordosten Esslingens: „Gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung dürfen coliforme Keime nicht im Trinkwasser vorkommen. Der Grenzwert liegt bei Null.“ Kontrollproben seien bereits entnommen worden, die nun ausgewertet werden: „Sobald die Trinkwasserversorgung wieder hergestellt ist, werden wir umgehend informieren.“

Trinkwasser wird gechlort

Gegenmaßnahmen wurden laut SWE ergriffen. Das Trinkwasser im betroffenen Bereich werde vorübergehend gechlort, um die Keime zu entfernen. Die gefährdete Zone werde mit dem gechlorten Wasser gründlich gespült, um die Desinfektionsmaßnahmen im Ortsnetz zu beschleunigen. Es könne auch in den nächsten Tagen zu Chlorgeruch im Trinkwasser kommen.

Vorsichtsmaßnahmen sind notwendig

Von dem Genuss nicht abgekochten Trinkwassers werde wegen möglicher Gefahren für die Gesundheit dringend abgeraten. Das Wasser solle in Liebersbronn und Wiflingshausen vor dem Trinken, Kochen oder dem Zubereiten von Speisen und Getränken einmal sprudelnd aufgekocht und dann mindestens zehn Minuten abgekühlt werden. Die Verwendung eines Wasserkochers werde aus praktischen Gründen empfohlen.

Gefahren auch für Aquarien

Folgende Anweisungen sollten dringend befolgt werden, teilen die Stadtwerke mit: Nur abgekochtes Leitungswasser sollte getrunken und zur Zubereitung von Nahrung, zur Reinigung von Geschirr, zum Zähneputzen oder zum Reinigen offener Wunden verwendet werden. Das Leitungswasser für die Toilettenspülung und andere Zwecke könne ohne Einschränkung genutzt werden. Vorsorglich teilen die Stadtwerke mit, dass das Wasser während der Chlorierungsphase für Aquarien ungeeignet sein könne. Das Chlor könne auch die vorhandene Bakterienflora im Aquarienwasser beeinflussen.

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