Gefahr im Kreis Esslingen
: Reizung, Jucken, Allergien: Eichenprozessionsspinner ist wieder aktiv

Eine gefährliche Raupe ist auf dem Vormarsch: Der Eichenprozessionsspinner treibt auch im Kreis Esslingen sein Unwesen, wovor das Landratsamt warnt. Das sollte beachtet werden.
Von
Simone Weiß
Kreis Esslingen
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Eichenprozessionsspinner

Für Bäume ungefährlich, für Menschen unangenehm: Der Eichenprozessionsspinner hat eine haut- und schleimhautreizende Wirkung und kann Allergien auslösen.

Patrick Pleul/dpa
  • Warnung im Kreis Esslingen: Eichenprozessionsspinner ist verbreitet und wieder aktiv.
  • Für Bäume ungefährlich, für Menschen riskant – Brennhaare reizen Haut und Schleimhäute.
  • Nester an sensiblen Orten werden entfernt, sonst Bereiche gesperrt, bis die Raupen verpuppt sind.
  • Abstand halten, Raupen und Gespinste nicht berühren. Bekämpfung nur durch Fachleute.
  • Bei Kontakt: Kleidung wechseln und waschen, duschen, Haare waschen. Bei starken Symptomen zum Arzt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sein Name klingt harmlos. Doch der Eichenprozessionsspinner ist ein unangenehmer Zeitgenosse, zumindest für Menschen. Das Landratsamt Esslingen warnt vor dem wärmeliebenden Schmetterling. Er sei ein Gewinner des Klimawandels und komme inzwischen nahezu überall in Eichenbeständen vor. Aktuell gingen beim Forstamt und bei Waldbesitzern regelmäßig Meldungen über Fundorte ein.

Für die Eichen stellt der Eichenprozessionsspinner laut der Kreisbehörde keine Gefahr dar. Der Blattfraß durch die Raupen sei für den Baum ungefährlich. „Eine flächige Bekämpfung im Wald ist daher weder sinnvoll noch möglich“, teilt das Landratsamt mit. Für den Menschen ist der Kontakt problematischer. Eine Berührung mit den Brennhaaren kann Folgen haben: „Diese Brennhaare können eine haut- und schleimhautreizende Wirkung haben und allergische Reaktionen auslösen, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt sind.“

Das Landratsamt versucht gegenzusteuern. Orte mit sensibler Infrastruktur wie Waldkindergartenplätze würden kontrolliert. Sofern es technisch möglich sei, würden die Nester durch den Waldbesitzer entfernt. Sollte dies nicht möglich sein, würden diese Plätze für die Öffentlichkeit gesperrt, bis zumindest die Raupen verpuppt sind.

Eichenprozessionsspinner im Kreis Esslingen: Auch zu den Nestern sollte man Abstand halten

Der nachtaktive Falter lege seine Eier im oberen Kronenbereich der Eichen ab. Ende April schlüpfen laut Landratsamt die Raupen. Sie durchliefen sechs Larvenstadien. Ab dem dritten Larvenstadium bildeten die Raupen Brennhaare aus. Ab Juni verpuppten sich die Raupen. Die in Prozessionen wandernden Raupen verschwänden also demnächst. Die alten Nester seien aber noch an den Bäumen zu finden. Auch von diesen Nestern solle man Abstand halten, denn es befänden sich noch abgebrochene Brennhaare darin.

Warnung vor Eichenprozessionsspinnern

Warnung vor Eichenprozessionsspinnern: Das Tier kommt laut Landratsamt Esslingen in fast allen Eichenbeständen vor.

Friso Gentsch/dpa

Verschiedene Vorsichtsmaßnahmen sollten laut der Kreisbehörde beachtet werden. Befallene Areale seien zu meiden, Absperrungen zu beachten. Raupen und Gespinste sollten nicht berührt werden. Eine Bekämpfung dürfe nur von Fachleuten durchgeführt werden. Bei Kontakt sollte die Kleidung gewechselt und gewaschen werden. Menschen sollten duschen und die Haare waschen. Lange Hosen und langärmelige Hemden seien empfehlenswert. Bei ausgeprägten Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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