Kommunalpolitik in Leinfelden-Echterdingen: 19-Jähriger ist jetzt Stadtrat

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Stuttgarter ZeitungJoël Jetter will sich für junge Menschen in Leinfelden-Echterdingen einsetzen. Für sie müsse die Stadt mehr Perspektiven bieten. So hatte er vor der Kommunalwahl seine Kandidatur begründet. Deshalb hatte sich der damals noch 18-Jährige für die SPD-Liste aufstellen lassen. Am 9. Juni hatte er den Einzug ins Gremium zwar knapp verpasst. Zum 1. März rückt er nun für Jens Zellmer nach, der aufgrund von beruflichen Verpflichtungen sein Amt abgegeben hat.

Joël Jetter
Foto: privatZellmer, den der Oberbürgermeister Otto Ruppaner als „geschätzten Kollegen mit großem Sachverstand und einer ruhigen, fundierten Art“ beschrieb, setzte sich insbesondere für Bildungs- und Chancengleichheit in der Stadt ein. Ihm war es wichtig, dass es ausreichend Spiel- und Bolzplätze gibt. Ihm ist es auch zu verdanken, dass es an der Stadionstraße einen Zebrastreifen gibt. Ganz oben auf der Agenda des passionierten Radlers stand aber eine klimagerechte und nachhaltige Stadtentwicklung. Der zweifache Vater war knapp 16 Jahre lang SPD-Stadtrat. Dass in der Kommunalpolitik von Leinfelden-Echterdingen basisdemokratisch und ohne Fraktionszwänge um „die richtige Lösung gerungen wird“, sei ein „Schatz für die Bürgerinnen und Bürger“, sagte er am Dienstagabend in seiner letzten Ratssitzung.
Der mittlerweile 19-jährige Joël Jetter ist nun jüngster Stadtrat in Leinfelden-Echterdingen. Aber nicht nur das: Er hatte im Mai vergangenen Jahres mit Annette Preuninger-Klaffke die erste Demokratie-Versammlung in Leinfelden-Echterdingen organisiert, war bis vor kurzem als Wahlkampfhelfer für die SPD unterwegs, hilft im Cavero, dem Cafébetrieb seiner Mutter, als Kellner aus und fängt demnächst ein Politikstudium an. Als Stadtrat will er sich dafür einsetzen, dass junge Menschen in Leinfelden-Echterdingen Orte haben, wo sie sich abends treffen können. Außerdem liegt ihm der soziale Wohnungsbau am Herzen. „Studierende und Azubis können sich hier keine Wohnung leisten“, beklagt er.
