Kreis Esslingen
: Kein Kran: Windräder auf dem Schurwald stehen weiterhin still

Der Austausch der Getriebe an den beiden neuen, aber viel zu lauten Windrädern auf dem Schurwald, verzögert sich. Dafür gibt es Gründe.
Von
Corinna Meinke
Esslingen
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Bei den neuen Windkraftanlagen auf dem Schurwald läuft momentan nichts rund.

Roberto Bulgrin/Archiv

Weil die beiden neuen Windräder viel zu laut sind, stehen die Anlagen im Windpark Königseiche auf dem Schurwald nahe der Esslinger Kreisgrenze auf Anweisung des Landratsamtes Göppingen seit Februar 2025 still. Seit Wochen wartet der Betreiber Uhl Windkraft Projektierung GmbH & Co. KG auf den Austausch der Getriebe.

Für die Arbeiten in 164 Meter Höhe ist ein Großkran notwendig, dessen Einsatz sich seit Mitte Juni verzögert. Wie Jupp Jünger vom Umweltschutzamt Göppingen mitteilt, rechne man nun in der Zeit nach dem 7. Juli mit dem Beginn der Arbeiten. Damit verschiebt sich der ursprünglich für Juni geplante Beginn der Arbeiten auf Anfang Juli 2025. Vor einer Wiederinbetriebnahme sollen außerdem neue Schallmessungen durch unabhängige Sachverständige erfolgen.

Im Dezember begann das Problem mit den Windrädern im Kreis Esslingen

Die Ursache für den ungewöhnlichen Lärm konnte bei unterschiedlichen Testläufen den Getrieben der Anlagen zugeordnet werden. Diese sollen nun komplett ausgetauscht werden.

Zunächst waren die beiden immissionsschutzrechtlich genehmigten Windenergieanlagen am 20. Dezember 2024 auf der Gemarkung Ebersbach nahe der Esslinger Kreisgrenze in Betrieb gegangen.

Da beim Landratsamt Göppingen anschließend zahlreiche Beschwerden wegen tieffrequenter Brummtöne, die sowohl tagsüber als auch in der Nacht deutlich wahrnehmbar waren, eingingen, mussten die Windräder abgeschaltet werden.

Anpassungen erfolglos: Lärmbelastung bleibt trotz Maßnahmen

Trotz verschiedener Anpassungen im Anlagenbetrieb – darunter eine zeitweise nächtliche Abschaltung – blieb laut Umweltschutzamt eine spürbare Entlastung der Betroffenen aus. Ein auffälliges Emissionsverhalten wurde durch Messungen des Betreibers vor allem bei niedrigen Windgeschwindigkeiten festgestellt.

Laut der Kreisbehörde haben der Betreiber Uhl Windkraft und der Hersteller Nordex im Laufe der Untersuchungen festgestellt, dass der Lärm durch die in den Anlagen verbauten Getriebe verursacht wird. Da eine Umrüstung oder Instandsetzung keine Abhilfe verspreche, sollen beide Getriebe durch alternative, bereits genehmigte Getriebetypen eines anderen Herstellers ersetzt werden.

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