Kuriose Kunstaktion im Kreis Esslingern
: Menschen werden zu Schachfiguren – „Schach braucht keine Sprache“

32 Personen schlüpfen am Sonntag in Ostfildern (Kreis Esslingen) in die Rollen von Schachfiguren. Wir waren dabei und haben uns die kuriose Kunstaktion anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Stadt angeschaut. Hier geht’s zum Video und den Bildern.
Von
Frederic Feicht
Esslingen
  • Es stimmt eben manchmal doch: Weiß beginnt, Schwarz gewinnt.

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  • Von einem Hocker aus versuchten die Schachspieler, die Übersicht zu behalten – was laut dem 21-jährigen Olaf Grube (links auf dem Hocker) gar nicht so einfach war.

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  • Das Schachbrett wurde einfach mit Kreide aufgemalt.

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  • Die Hüte, die zeigen, welche Figur die Personen jeweils darstellen, hat die Künstlerin Beate Susanne Wehr gebastelt.

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  • Wenn der Gegner mal geschlagen werden musste, wurde das meist mit einer freundlichen Umarmung getan.

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Insgesamt schlüpften 32 Menschen am Sonntag in Ostfildern in schwarze und weiße Kostüme, um auf die Anweisungen des örtlichen Schachclubs zu warten.

Zum 50-Jahr-Jubiläum der Stadt Ostfildern wurde der Platz vor dem Stadthaus zum riesigen Schachbrett. Verantwortlich dafür ist die Ruiter Konzeptkünstlerin Beate Susanne Wehr. Auf 30 Quadratmetern warten Bauern, Damen und Türme auf ihren Zug.

Am Sonntag traf sich der Schachclub Ostfildern für ein besonderes Spiel auf dem Platz vor dem Stadthaus.

Foto: Feicht

Lebensgroße Schachfiguren auf riesigem Schachbrett

Alle Figuren tragen besondere Hüte, die sie als diese oder jene Spielfigur ausweisen. Gezogen werden die Spielsteine von zwei Mitgliedern des Schachclubs Ostfildern. Wie ist das so, mit Menschen anstatt mit kleinen Figürchen zu spielen?

Der 21-jährige Olaf Grube – er spielte die schwarzen Figuren – holt am Ende den Sieg. Auch, weil sein Gegner seine Dame unglücklich verloren hat. „Es ist schon unübersichtlich“, bestätigt Grube. „Ich hab zwischenzeitlich schon geglaubt, dass ich gewonnen habe, aber ich hab einfach übersehen, dass mein Springer überhaupt nicht soweit nach vorne kann.“ Aber lustig sei es auf jeden Fall gewesen – das kleine Brett sei ihm trotzdem lieber.

„Schach wird fast überall gespielt“

Die Künstlerin Beate Susanne Wehr hatte die Idee für Performance. Wie sie darauf gekommen ist, könne sie gar nicht mehr so genau sagen. Es sei ihr um das Spielerische gegangen: „Schach wird fast überall gespielt. Es braucht keine Sprache, sondern nur die Regeln.“ Es sei bereits die dritte und auch die letzte Aktion mit dem Schachclub gewesen. Am Tag zuvor hätten sie beispielsweise Simultanschach auf dem Wochenmarkt angeboten. Für die Aktion heute habe sie auch die Hüte gebastelt.

Nach der Schach-Aktion folgen weitere Ausstellungen

Die Aktion ist Teil der Serie „Spot on“. Zum 50-Jahr-Jubiläum der Stadt zeigen zwölf ortsansässige Künstlerinnen und Künstler noch bis zum 24. Juni im wöchentlichen Wechsel einen Querschnitt ihrer Werke in der städtischen Galerie Ostfildern.

StZ Kreis Esslingen
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