Leinfelden-Echterdingen: Filderspitzkraut wird UNESCO-Kulturerbe – wirklich?

OB Otto Ruppaner bekommt die Auszeichnung verliehen – oder doch nicht?
Stadt Leinfelden-Echterdingen/Screenshot InstagramAuf Instagram hat die Stadt Leinfelden-Echterdingen verkündet, dass das Filderspitzkraut immaterielles UNESCO-Kulturerbe geworden ist. Der Oberbürgermeister Otto Ruppaner berichtet dies höchstpersönlich, und ist dann bei der Überreichung der Urkunde zu sehen. Außerdem wird er als erster europäischer Krautbotschafter ausgezeichnet – und bekommt dafür eine schicke Schärpe umgelegt.
Aber wer sich nun zu früh freut: Das Video wurde am heutigen 1. April gepostet – da hat sich die Stadt Leinfelden-Echterdingen wohl einen durchaus überzeugenden Aprilscherz erlaubt. Auch die Follower der Stadt in den sozialen Medien haben das gleich verstanden: „April, April! Aber der Beitrag ist super gemacht“, kommentiert ein Nutzer, „sehr gelungener Start in den April“, schreibt ein anderer. Ein Nutzer schlägt sogar vor: „Ich wäre dafür, dass wir das tatsächlich beantragen.“
Ein aufwendig produzierter Aprilscherz zum Filderkraut
Es gehe um lebendige Traditionen und darum, wie stark das Kraut – etwa beim Krautfest – in der Gesellschaft verankert sei, heißt in dem Video. UNESCO hin oder her – dass das Filderkraut sowie das Krautfest mit all seinen Krauttraditionen zu Leinfelden-Echterdingen gehört und aus dem Kalender nicht wegzudenken ist, ist kein Geheimnis.

Die Urkunde sieht beinahe echt aus ...
Foto: Stadt Leinfelden-Echterdingen/Screenshot InstagramDass man, wenn man das Video sieht, kurz stutzig wird, liegt auch daran, dass die Stadt sich wirklich Mühe mit ihrem Aprilscherz gegeben hat – Otto Ruppaner hat sich in Schale geworfen, und ein angeblicher Dr. Simon Reuter vom Fachkomitee der UNESCO kommt zu Wort und überreicht Ruppaner die stattlich aufgemachte Urkunde. Ob der OB die Schärpe des Krautbotschafters auch beim Krautfest tragen wird – diese Frage wird offen gelassen.
