Leinfelden: Gefahrgut-Unfall im Industriegebiet – 80 Feuerwehrleute im Großeinsatz

Am Mittwochnachmittag geschah einem Gefahrgutunfall im Industriegebiet Leinfelden, der bis abends andauerte.
Zander/Feuerwehr EsslingenGegen 15 Uhr ist die Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen am Mittwoch ins Industriegebiet nach Leinfelden gerufen worden: Auf einem Firmengelände dort war es zu einer chemischen Reaktion in einem Abfallfass gekommen. Die Mitarbeiter der Firma hätten geistesgegenwärtig gehandelt, lobt der Pressesprecher der Feuerwehr des Landkreises Esslingen, Carsten Zander, der vor Ort dabei war: Sie brachten das Fass nach draußen und begannen es zu kühlen. Trotzdem kam es draußen zu einer weiteren chemischen Reaktion, und zum Austritt von Gefahrgut aus dem Fass.
Daraufhin forderten die Kräfte der Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen Spezialkräfte für Gefahrgut aus Esslingen an, sowie einen Messzug aus Ostfildern. Insgesamt waren rund 80 Leute vor Ort im Einsatz, mit 20 Fahrzeugen. Der Rettungsdienst, der ebenfalls alarmiert worden war, war mit 16 Mann und acht Fahrzeugen da. Die Kolleginnen und Kollegen der Wehr Leinfelden-Echterdingen kümmerten sich um die Absperrung und die Evakuierung des betroffenen Bereichs.
Gefahrgutunfall in Leinfelden: Keine Verletzten
In sogenannten Chemikalienanzügen mit Atemschutz machten sich die Einsatzkräfte daran, das ausgetretene Gefahrgut mit Bindemittel aufzunehmen. Die Firma, auf deren Gelände der Gefahrgutunfall passiert war, kümmerte sich mit einem externen Dienstleister um die Entsorgung des Gefahrguts und des Fasses. Gegen 19.30 Uhr konnte der Einsatz beendet und aufgeräumt werden, so Carsten Zander – es musste abgewartet werden, bis das Bindemittel seine Arbeit getan hatte.
Das Bindemittel wurde anschließend wieder eingepackt – „das muss man sich wie Katzenstreu vorstellen“, erklärt Carsten Zander. Da lediglich eine Seitenstraße im Industriegebiet abgesperrt werden musste, war auch der Feierabendverkehr kaum beeinflusst, so Zander. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
