Miese Noten für Bahnübergänge
: Neckartalstrecke so unpünktlich wie kaum eine andere im Land

Im Qualitätsranking des Landes für die Bahnstrecken bleiben die Werte für die Neckartalbahn trotz leichter Verbesserungen weiterhin schlecht.
Von
Petra Pauli
Esslingen
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Der Streckenabschnitt Stuttgart-Tübingen schneidet im Landes-Ranking nicht gut ab.

IMAGO/Arnulf Hettrich

Im jüngst veröffentlichten Qualitätsranking des Landes für die einzelnen Bahnstrecken schnitt die Neckartalstrecke, zu der auch der Abschnitt zwischen Stuttgart und Tübingen gehört, zwar besser als in der Vergangenheit ab. Mit Platz 25 von insgesamt 33 landesweiten Bewertungen landete die Strecke, die durch den Kreis Esslingen führt, aber nach wie vor abgeschlagen im hintersten Feld. Gerade bei der Pünktlichkeit geht es kaum schlechter. Nur noch 70 Prozent der Züge wurden im zweiten Halbjahr 2024 als pünktlich gewertet. Bei diesem Qualitätsmerkmal findet sich in der Statistik nur eine schlechtere Strecke.

Glänzen kann die Neckartalbahn in keiner Disziplin. Bewertet werden bei dem Ranking Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Gesamtzufriedenheit der Fahrgäste sowie Zugkapazität und Sauberkeit auf 33 Strecken im Südwesten. Die Halbjahreswerte werden immer mit den Daten aus demselben Zeitraum des Vorjahres verglichen.

Matthias Gastel fordert Grundsanierung

Der Nürtinger Bundestagsabgeordnete und Bahnpolitiker Matthias Gastel (Grüne) mahnt deshalb dringenden Handlungsbedarf an. „Gerade die Gewerke, die relevant für die Zuverlässigkeit sind, befinden sich in einem schlechten Zustand. Dies gilt insbesondere für die Bahnübergänge und die Oberleitungen. Viel spricht dafür, die Strecke einer Grundsanierung zu unterziehen. Mit dem Klein-Klein aus Vergangenheit und Gegenwart kommen wir jedenfalls nicht weiter“, sagte er.

Auf der Neckartalstrecke sind nur 70 Prozent der Züge pünktlich.

Foto: IMAGO

Note 4,9 – Sicherheit der Bahnübergänge hat sich verschlechtert

Auf seine Anfrage habe die Deutsche Bahn zwar mitgeteilt, dass sich die Bewertungen von Gleisen und Oberleitungsanlagen von 3,8 Notenpunkten auf 3,5 beziehungsweise von 4,7 auf 4,6 leicht verbessert haben, heißt es in einer Pressemitteilung des Grünen-Politikers. Sorgen bereiten Gastel jedoch die Bahnübergänge. Deren Bewertung ist von 2,8 auf 4,9 und damit auf die schlechteste Note aller Gewerke abgerutscht. Verschlechtert hat sich auch der Zustand der Leit- und Sicherungstechnik. Diese wurde im Jahr 2022 noch mit einer 3,6 benotet und landete zuletzt nur noch auf einer 4,1.

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