Nürtinger Neckarfest
: 30 Vereine machen den Fluss zur Erlebnismeile

Rund 30 lokale Vereine und Gruppen boten am Wochenende zahlreiche Attraktionen am Nürtinger Neckarufer und zeigten so die Vielfalt der Stadt.
Von
Kerstin Dannath
Esslingen
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  • Beim Nürtinger Neckarfest konnte man mit dem Fluss auf Tuchfühlung gehen.

    Kerstin Dannath
  • Auf der Neckarfest-Bühne beim Nürtinger Stadtmuseum war einiges geboten.

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  • Die Frontiers servierten edle Whiskys in ihrem Saloon.

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  • Kinder durften Schiefer klopfen.

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  • Beim Stand-up-Paddeln sieht man den Fluss mit anderen Augen.

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  • „Wasser marsch“ mit der Feuerspritze.

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  • Jede Menge Trubel beim Neckarfest.

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  • Die Vereine verwöhnten das Neckarfest-Publikum auch kulinarisch.

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  • Viele nutzten das Neckarfest zu einem Plausch.

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Im Festbüro, für das das Nürtinger Stadtmarketing kurzerhand einen Teil des Stadtmuseums gekapert hatte, geht es zu wie im Taubenschlag: Tanzgruppen quer durch die Generationen werfen sich in ihre Kostüme, eine Frau sucht einen Stromanschluss, die nächste fragt nach mehr Wertmarken. „Es sind hier unglaublich viele motivierte Menschen am Start, da geht mir das Herz auf“, freut sich Gabriele Frisch vom Nürtinger Stadtmarketing über den Erfolg des sechsten Nürtinger Neckarfests.

Tatsächlich hatten die rund 30 lokalen Vereine und Gruppen das Neckarufer rund um Stadtmuseum, Wörth-Areal, Hessestraße und Ruderclub wieder in eine kunterbunte Erlebnismeile verwandelt. Während das Bemühen der Kommunen flussabwärts, den Neckar erlebbar zu machen, nur allzu oft im Sande verläuft, stand der Fluss in Nürtingen im Zentrum zahlreicher Mitmachaktionen.

30 Nürtinger Vereine machen mit

Gemütliche Stunden am Nürtinger Neckarstrand.

Foto: Kerstin Dannath

Da schipperten Kajaks, Ruder- und Tretboote über den Neckar, ganz Wagemutige probierten sich im Stand-up-Paddling aus, sicherheitshalber mit Schwimmweste. Aber auch das Drumherum konnte sich sehen lassen – für einen atemberaubenden Panoramablick - und sicherlich auch den einen oder anderen Adrenalinschub – konnte man sich etwa vom Turm der Nürtinger Stadtkirche St. Laurentius abseilen. „Das ist immer ein großes Highlight“, sagte Nürtingens Pressesprecher Clint Metzger.

Kleine Besucherinnen und Besucher wagten sich mit einem Bungee-Trampolin hoch hinaus oder bewiesen ihre koordinativen Fertigkeiten in einem Ninja-Parcours. Daneben fehlten auch nicht die Klassiker Schieferklopfen und Kinderschminken. Für Abkühlung sorgte zudem ein Tauchgang im Becken der Inseltaucher. An beiden Abenden brachten insgesamt sieben Bands und zwei DJs die vier Bühnen zwischen Stadtmuseum und Ruderclub zum Kochen. Auch das kulinarische Angebot war vielfältig und international – die Palette reichte von Klassikern wie Steaks über Falafel und Sucuk bis hin zu Popcorn und gebrannten Bio-Mandeln.

Der benachbarte Nürtinger Stadtbalkon gehörte trotz regem Besucherandrang indes nicht zum Festgeschehen. „Das sind professionelle Gastronomen, das hätte unser System durcheinandergebracht“, erklärte Frisch. Denn die Vereine und Gruppen beim Neckarfest arbeiten alle in eine Kasse: „Der Gewinn wird später anteilig nach dem Aufwand unter allen Beteiligten aufgeteilt.“ Der Vorteil: Läuft es bei einem Stand mal nicht ganz so prickelnd, war die ganze Arbeit nicht umsonst.

2013 hatten sich Stadtverwaltung und Vereine zusammengesetzt, das System entwickelt und das alle zwei Jahre stattfindende Neckarfest als Nachfolger des Nürtinger Stadtfests ins Leben gerufen. „Das ist für alle Beteiligten eine gerechte Sache, wir wollen nicht, dass die Vereine in Konkurrenz zueinander stehen“, erklärte Frisch. Deswegen war die Preise auch über all gleich, bezahlt wurde mit einem Wertmarkensystem.

Edle Tröpfchen bei den Nürtinger Frontiers

Die Inseltaucher sorgten beim Neckarfest für Abkühlung.

Foto: Kerstin Dannath

Was eine ziemlich gute Sache ist, bestätigte Kai Weber, der Vorsitzende des Nürtinger Vereins Frontiers 1973, einer Interessengemeinschaft für europäisch-amerikanische historische Darstellung. Die Frontiers waren zum dritten Mal mit einem waschechten Saloon am Start, wo edle Whiskys wie Single Malt ausgeschenkt wurden. Am ersten Abend hätte indes laut Weber, stilecht als Texas Ranger verkleidet, mehr im Saloon los sein können: „Aber durch das System, dass alle in eine Kasse arbeiten, wird das wieder aufgefangen.“

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