STZ+STZ+Preisgekrönte Architektur
: Wie ein Fels – eine Esslinger Familie wohnt in einem Haus aus Sichtbeton

Spaziergänger lieben oder hassen es, Filmemacher wollen hier drehen: In Esslingen steht ein Haus mit unverputzter Betonfassade. Die Familie zeigt, wie ihr preisgekröntes Einfamilienhaus von innen aussieht – und warum es mit seiner Aussicht überrascht.
Von
Jana Gäng
Esslingen
Jetzt in der App anhören
  • Über die unverputzte Betonfassade des Esslinger Einfamilienhauses gehen die Meinungen auseinander.

    Roberto Bulgrin
  • Die Sichtbetonfassade des Hauses erstreckt sich von der Straßenseite aus über drei Stockwerke.

    Aqui Architekturfotografie/Antje Quiram
  • Hans Walter und Familie sind 2009 in das Haus gezogen. Mittelpunkt ihres Familienlebens sind Küche und Wohnzimmer mit seinem Zugang zur Terrasse und dem unverbauten Blick auf eine Streuobstwiese.

    Roberto Bulgrin/bulgrin
  • Regenwasser und Witterung haben nach 15 Jahren Spuren auf dem Beton hinterlassen. Von den Architekten ist die Patina gewünscht – „wie eine Muschel verändert sich das raue Äußere des Hauses, setzt Spuren und Moos an“, sagt Architekt Jan Hauschildt.

    Roberto Bulgrin/bulgrin
  • Im Innenraum deuten nur die Sichtbetondecken auf die raue Schale hin. Im Mittelgeschoss geben Parkettboden und Erinnerungsstücke wie der Tisch aus dem eigenen Elternhaus der Sachlichkeit der weißen Wände und geradlinigen Architektur Wärme und Persönlichkeit.

    Roberto Bulgrin/bulgrin
  • Die Vitrine ist ein Erinnerungsstück. Die Familie hat viele der Möbel nicht im Einrichtungshaus gekauft, sondern über Märkte, Messen und Auflösungen erstanden.

    Roberto Bulgrin/bulgrin
  • Ein wenig zu „verkramt“ ist das Bücherregal im Wohnzimmer für Hans Walter. Seiner Frau Sabine gefällt es: „Ich stehe hier gerne, lasse den Blick wandern und überlege, was ich lese.“

    Roberto Bulgrin/bulgrin
  • Durchgänge an beiden Seiten von Wohnzimmer und Küche geben dem Raum Großzügigkeit und Dynamik.

    Roberto Bulgrin/bulgrin
  • Das lange Fenster in der Küche öffnet das Haus zur Straße hin.

    Roberto Bulgrin/bulgrin
  • Die Lampenschirme aus Porzellantassen in der Küche sind Fundstücke von einer Designmesse.

    Roberto Bulgrin/bulgrin
  • „Fossilien“ in der Betondecke – in den Spuren des Schalungsprozesses findet die Familie immer wieder neue Bilder.

    Roberto Bulgrin/bulgrin
  • Die Treppen lenken den Blick auf die Kunstwerke an den Wänden. Die in die Decke eingelassene Leuchte stammt aus einer inzwischen abgerissenen Kirche in der Nachbarschaft.

    Roberto Bulgrin/bulgrin
  • Das Haus liegt am Hang. Anders als bei einigen Nachbarhäusern haben die Architekten den Hang nicht abgegraben und mit einer Mauer gesichert, sondern das Erdgeschoss hineingebaut. Dank eines besonders hohen Fußbodenaufbaus liegt das Wohnzimmer auf einer Linie mit der Obstwiese und lenkt den Blick in die Ferne.

    Roberto Bulgrin/bulgrin
1 / 13