Programm, Regeln, Sicherheit
: Alle Infos zum CSD in Esslingen

Der CSD in Esslingen steht an. Was gilt es zu Ablauf, Regeln und Sicherheit zu beachten?
Von
Greta Gramberg
Esslingen
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foto: Roberto Bulgrin
21. 06. 2025
Esslingen,  CSD

foto: Roberto Bulgrin 21. 06. 2025 Esslingen, CSD

Roberto Bulgrin
  • Esslingen richtet den CSD als reine Demo aus – Motto „Queer to Stay“ im Mittelpunkt.
  • Start am Samstag am Bahnhofsplatz: Sammlung ab 13 Uhr, Beginn 14 Uhr, Abschluss am Rathaus.
  • Nach der Laufdemo folgen Reden und Drag Acts. Es gibt kein Rahmenprogramm und keine Bühne.
  • Regeln: keine Parteisymbole oder Nationalflaggen, keine Laufgruppen, kein Alkohol und keine Drogen.
  • Sicherheit im Blick: Awareness-Team vor Ort, An- und Abreise in Gruppen wird empfohlen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Esslingen wird wieder bunt und glitzernd: Am Samstag, 11. Juli, ist Christopher Street Day. Dann ziehen Angehörige der LGBTIQA+-Szene und ihre Unterstützer zur Demonstration unter dem Motto „Queer to Stay“ durch die Innenstadt. Es ist die vierte Auflage der Veranstaltung in Esslingen.

2026 gibt es zum Esslinger Christopher Street Day (CSD) nur eine Parade durch die Innenstadt mit anschließender Kundgebung. Nachdem in den Vorjahren auch ein Rahmenprogramm über mehrere Tage stattgefunden hatte, halten die Veranstalter es diesmal einfacher.

Das ist geplant am Samstag, 11. Juli, in Esslingen

„Wir legen den Fokus auf die Demo“, sagt Jessy Zühlke vom Organisationsteam. Der Verein QueerES hat sich in den vergangenen Monaten neu aufgestellt und eine kleine Neuausrichtung „Back to the Roots“ beschlossen - also zurück zu den Wurzeln der CSD-Bewegung, die politische Sichtbarkeit und Gleichberechtigung von queeren Menschen zum Ziel hat. In den vergangenen Jahren hatten an die 2000 Personen an den Esslinger Paraden teilgenommen.

Welche Botschaften sind den Veranstaltern wichtig?

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Der Begriff LGBTIQA+ steht für Lesben, Schwule, bi-, trans-, inter-, queer-, asexuelle und mehr Menschen. Teilweise wird auch „queer“ als Sammelbegriff für Menschen verwendet, die sich mit den heteronormativen Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität nicht identifizieren. „Das Motto ‚Queer to stay‘ soll darauf aufmerksam machen, dass sich Wetter und Stimmung gegenüber queeren Menschen ändern“, erklärt Jessy Zühlke.

Bereits erstrittene Rechte für marginalisierte Gruppen würden immer mehr in Frage gestellt. „Ein Thema sind die Pläne zum Melderegister für Transpersonen.“ Damit meint sie ein Vorhaben des Bundesinnenministeriums, nach dem Daten zum früheren Geschlechtseintrag und Namen erfasst und an andere Behörden übermittelt werden.

Esslinger CSD: Wie wird das Wetter?

Zeitplan und Treffpunkt für die Demonstration stehen fest.

Am Samstag können sich die Teilnehmenden von 13 Uhr an am Esslinger Bahnhofsplatz sammeln. Start der Laufdemo ist um 14 Uhr. Nach dem Zug durch die Innenstadt ist gegen 15.30 Uhr die Ankunft am Rathausplatz geplant. Gegen 16 Uhr starten dort die geplanten Redebeiträge und Drag Acts. Es gibt keine Workshops, Partys und Infostände, auch auf eine große Bühne habe man verzichtet, sagt Zühlke.

Teilnehmende sollten auf ausreichend Sonnenschutz achten und Wasser bereithalten. „Wir hoffen, dass uns das Wetter wohlgesonnen ist“, sagt Zühlke. Der vor eineinhalb Wochen geplante Nürtinger CSD musste aufgrund von Hitze verschoben werden. Er soll nun am 12. September stattfinden.

foto: Roberto Bulgrin
12. 06. 2025
Esslingen,  Der CSD in Esslingen steht bevor
mit Jessi Zuehlke (dunkle Haare) und Simone Fuchs

Jessy Zühlke vom Esslinger CSD-Organisationsteam hofft auf passendes Demo-Wetter am Samstag. (Archivfoto)

Roberto Bulgrin

Diese Regeln gelten für die Esslinger Parade.

Es gibt diesmal keine Laufgruppen. Unerwünscht sind Parteiflaggen und -symbole sowie Nationalfahnen. Der CSD sei keine Wahlkampfveranstaltung, sagen die Veranstalter. Die Esslinger Demo sei in dieser Hinsicht auch eine Gegenbewegung zu sehr großen, kommerzialisierten Veranstaltungen, auf denen sich auch gerne Parteien präsentierten, deren Parlamentsvertreter gegen das Selbstbestimmungsgesetz gestimmt hatten, das unter anderem die Änderung des Geschlechtseintrags für Transpersonen erleichtert. „Wir freuen uns für die Plakate und die Skandierungen auf Sprüche, die sich gegen Menschenfeindlichkeit und für Vielfalt ausrichten“, sagt Zühlke.

Unerwünscht ist außerdem der Konsum von Alkohol und Drogen. Ebenso das ungefragte Posten von Bildmaterial, auf dem andere Personen erkennbar sind. Auch sollten andere nicht ohne deren Einverständnis berührt werden.

Esslinger CSD-Organisatoren: „Darauf einstellen, dass es Contra geben kann“

Wie steht es um die Sicherheit für Teilnehmende?

Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren bei CSD-Paraden und in deren Umfeld Anfeindungen und Angriffe auf Teilnehmende, auch in Esslingen. „Ohne Panik machen zu wollen, müssen wir uns darauf einstellen, dass es Contra geben kann“, sagt Zühlke. Bei anderen CSDs hätten sich schon vorab Nazi-Demonstrationen angekündigt. Während der Veranstaltung seien Mitglieder des sogenannten Awareness- und des restlichen Organisationsteams ansprechbar.

Zühlke rät außerdem Teilnehmenden, in Gruppen an- und abzureisen und Symbole der queeren Community nur bei der Demonstration zu zeigen.