Restaurant-Neueröffnung: Kumpir: Türkische Spezialität in Esslingens Gastro-Szene

Maya und Hojor Abd Alkader hinter der Theke ihres neuen Kumpir-Restaurants
Roberto BulgrinEsslingens Fußgängerzone hat neuen Zuwachs bekommen. Das Restaurant Kumpir & Toasti wurde Ende August neu eröffnet. Vor dem Eingang sitzen schon die ersten Stammkunden. Kumpir-Kartoffeln hätten der kulinarischen Szene in Esslingen noch gefehlt, sagen Maja und ihr Mann, Hojor Abd Alkader. Diese Lücke will das Besitzer-Paar mit ihrem Laden schließen.
Bisher seien die beiden ganz zufrieden, wie es laufe. Natürlich brauche es mehr Zeit und Werbung, damit das Restaurant noch bekannter werde, aber die Reaktionen erster Besucherinnen und Besucher seien durchweg positiv. „Wer einmal bei uns gegessen hat, der kommt immer wieder“, sagt Maya Abd Alkader. Es scheint, als habe sich Kumpir bisher ganz gut in die Esskultur der Stadt integriert.
Ofenkartoffel nach türkischer Art in Esslingens neuem Kumpir-Restaurant

Gefüllte Kumpir-Kartoffel
Foto: Roberto BulgrinDas türkische Street-Food-Gericht besteht aus einer halbierten Ofenkartoffel, die mit Butter, Salz und Käse gewürzt wird und wahlweise mit verschiedenen Zutaten befüllt werden kann. In dem neuen Restaurant dürfen sich die Kunden den Belag selbst zusammenstellen. Es gibt viele Optionen: Ganz gesund mit Mais, Champignons und Rucola, nach türkischer Art mit Couscous und Ezme oder eher einfach mit Bulgur und Oliven. Dazu werden selbstgemachte Soßen nach Familienrezept serviert.
„Die meisten Kumpir-Restaurants in der Türkei verkaufen die Ofenkartoffel als einziges Gericht“, erklärt Maya Abd Alkader. Im „Kumpir & Toastis“ kann man sich alternativ auch einen Toast zubereiten lassen. Als Nachspeise gibt es Waffeln oder einen frisch gemachten Früchte-Cocktail.
Begeistert vom Kumpir-Geschmack träumt das Paar vom eigenen Lokal
Erfahrungen in der Gastronomie bringt das Besitzer-Paar nicht mit. Maja und Hojor Abd Alkader arbeiten beide hauptberuflich als Elektriker im Kraftwerk Altbach. Auf die Idee mit dem Restaurant seien sie während eines Urlaubs in der Türkei gekommen. „Dort haben wir in einem Kumpir-Restaurant gegessen und waren sehr begeistert vom Geschmack. Wir dachten uns: Das können wir auch selbst!“

Maya und Hojor Abd Alkader vor ihrem Laden in der Pliensaustraße
Foto: Roberto BulgrinMit der Suche nach dem eigenen Laden hätten sie vor einem knappen Jahr begonnen. Aus ihrem Umfeld seien erst einmal Bedenken geäußert worden: Es sei nicht der richtige Ort, ein eigenes Restaurant sei zu zeitintensiv. „Gemacht haben wir es trotzdem“, erzählt Hojor Abd Alkader. „Ein Risiko gibt es immer, aber mit genug Geduld und Zeit wird es schon klappen.“ Und Zeit nehme sich das Paar gerne. Neben der Schichtarbeit erledigt Hojor Abd Alkader die Einkäufe, seine Frau putzt und seine Mutter macht die Soßen für die Kartoffeln. Ein angestellter Mitarbeiter bereitet die Speisen zu und serviert, am Nachmittag stünden die Besitzer manchmal auch selbst hinter der Theke.