Skispringen in Neidlingen
: Mutige Sprünge in den eisblauen Himmel

Trotz Schneemangels pilgerten zahlreiche Zuschauer zum traditionellen Skispringen am Edelwang. Knapp 30 Teilnehmer zeigten dort ihr Können und stürzten sich von der Schanze in die Tiefe.
Von
Veronika Andreas
Stuttgart
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  • Nichts für Angsthasen: bei 29 Metern liegt der aktuelle Schanzenrekord. Fast ist er am Samstag geknackt worden.

    Michael Steinert
  • Auch die Kleinsten wie Tim Amiri, Max Pfutterer und Paul Fischer (von links) trauten sich schon die Schanze hinab.

    Michael Steinert
  • Auf die richtige Technik kommt es an.

    Michael Steinert
  • Die Zuschauer feuerten ihre Favoriten an.

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  • Manch ein Skispringer landete auf dem Hosenboden.

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  • Der weiteste Sprung ging 28,5 Meter weit.

    Michael Steinert
  • Gerald Schurr vom TSV Jesingen freute sich auf den zweiten Durchgang.

    Michael Steinert
  • Für Skisprung-Laien sahen die Sprünge...

    Michael Steinert
  • ...alle sehr gut aus.

    Michael Steinert
  • Er gewann das Skispringen: Benjamin Hepperle vom TV Neidlingen.

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Neidlingen - Viel Schnee hat es nicht gehabt. Doch die Veranstalter haben alles gegeben, dass das traditionelle Skispringen auf der Ernst Ruoß Gedächtnisschanze bei Neidlingen am Samstag stattfinden konnte. Mit großem Aufwand und vielen engagierten Helfern ist es ihnen gelungen, den Schnee von den umliegenden Feldern zusammenzukratzen und die Schanze am Edelwang so zu präparieren, dass sich die 27 wagemutigen Teilnehmer getrost hinunter stürzen konnten. Mehrere hundert Zuschauer verfolgten den Wettkampf, genossen den Sonnenschein, die gute Stimmung und die heißen Getränke.

„Gesprungen wird mit normalen Alpinskiern“, erzählte Daniela Ambacher vom TV Neidlingen, der die Veranstaltung ausrichtete. „Anfangs kostet es schon einige Überwindung, von der Schanze zu springen“, sagte Ambacher, die selbst schon bei der Veranstaltung mitgemacht hat und die früher mit Hilde Gerg, Martina Ertl und Katja Seizinger in der Nationalmannschaft Ski gefahren ist. „Aber der Ehrgeiz wächst, wenn die Familie und Freunde da sind“, weiß die ehemalige Skirennfahrerin.

Fast wurde der Schanzenrekord geknackt

Für Angsthasen ist das also nichts, das wurde schnell deutlich. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde hoben die Nachwuchs-Adler ab. Manche von ihnen kamen sicher auf den Brettern ins Ziel, andere wiederum auf dem Hosenboden. Verletzte gab es bei dem Spektakel aber keine zu beklagen, allerdings ist sicherlich der eine oder andere Athlet am nächsten Morgen mit einem blauen Fleck am Steißbein aufgewacht.

Das Skispringen gewann am Ende Benjamin Hepperle (Jahrgang 1995) vom TV Neidlingen mit einer Weite von insgesamt 54,5 Metern in zwei Durchgängen. Beim ersten Sprung legte er 26,5 Meter zurück, und beim zweiten Versuch flog er ganze 28 Meter weit und knackte damit fast den Schanzenrekord, der bei 29 Metern liegt.

Daniela Ambacher ist mit der Veranstaltung sehr zufrieden. „Es war phänomenal“, sagt sie. Trotz wenig Schnees haben sich viele Wagemutige zu dem Sportevent angemeldet, und viele Zuschauer sind von der Reußensteingemeinde zur Schanze gepilgert. Auch wenn im Zuschauerbereich im Laufe des Tages die Wiese immer mehr einem matschigen Acker glich, der Stimmung tat das keinen Abbruch. Und zudem gebe es ja Waschmaschinen, sagte Daniele Ambacher dazu und lachte.

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