Strom aus Sonnenkraft
: Kreis Esslingen investiert Millionen in Photovoltaikausbau

An der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Nürtingen wurde die nächste Solaranlage in Betrieb genommen. Der Ausbau geht weiter. Das ist bis 2029 geplant.
Von
Elke Hauptmann
Esslingen
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Landrat Marcel Musolf (links) und Wolf Hofmann, der Leiter der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule, inspizieren die neu installierten Solarmodule auf den Dächern des Gebäudes.

Kreis Esslingen

Der Kreis Esslingen setzt zunehmend auf Sonnenenergie. So ist nun auch an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Nürtingen eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen worden. Zahlreiche weitere werden folgen. „Wir investieren bis 2029 insgesamt 23 Millionen Euro in Photovoltaikanlagen und die dafür notwendigen Dachsanierungen“, kündigt Esslingens Landrat Marcel Musolf an. Allein in diesem Jahr stecke man vier Millionen Euro in diese Technologie. Der Kreis leiste damit „einen wesentlichen Anteil zum Klimaschutz“.

Seit Oktober vergangenen Jahres sind auf drei Gebäudeteilen der beruflichen Schule in Nürtingen insgesamt 354 Solarmodule installiert worden. Damit kann eine Leistung von 154 Kilowatt Peak (kWp) erreicht werden. Die Kosten für diese Investition betragen gut 540 000 Euro. Schulleiter Wolf Hofmann freut sich, dass der Stromverbrauch der Schule – jährlich sind es insgesamt rund 600 000 Kilowattstunden – nun etwa zu einem Viertel mit erneuerbarer Energie abgedeckt werden könne. In den kommenden Jahren sollen auf einem weiteren Gebäudeteil Module installiert werden.

Fünf weitere Standorte folgen

Im Laufe dieses Jahres werden nach Angaben des Landratsamtes auf den landkreiseigenen Gebäuden noch weitere Photovoltaikanlagen verwirklicht. Herzstück dabei ist der Neubau des Landratsamts in den Esslinger Pulverwiesen, wo Module auf den begrünten Dächern aufgestellt werden. Weitere Solarpaneele sind in der Fassade integriert. Neue Anlagen werden zudem an der Fritz-Ruoff-Schule in Nürtingen, an der Sporthalle des Berufsschulzentrums in Esslingen-Zell und an der Max-Eyth-Schule in Kirchheim umgesetzt, ebenso am Verwaltungsgebäude des Kreises in Filderstadt.

Die Freiflächenanlage auf der Deponie Weißer Stein ist die größte im Landkreis Esslingen.

Foto: Elke Hauptmann

Die Energiegewinnung mit Photovoltaikanlagen ist im Landkreis Esslingen schon seit fast 20 Jahren fest verankert. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises betreibt schon seit 2006 entsprechende Anlagen auf dem Dach des Kompostwerks in Kirchheim. Die Medius Klinik in Kirchheim hat eine solche seit 2009 in Betrieb. Und die Freiflächenanlage auf der Deponie Weißer Stein, die 2012 eingeweiht wurde, ist die bislang größte Potovoltaikanlage im Kreis Esslingen.

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