Tourismus in der Region Stuttgart
: Weniger Radwanderbusse zu beliebtem Ausflugsziel im Kreis Esslingen

Die Burgruine Reußenstein bei Neidlingen (Kreis Esslingen) ist beliebtes Ausflugsziel. Künftig gibt es weniger Radwanderbus-Verbindungen dorthin. Der Kreis Göppingen streicht sein Angebot, Esslingen verspricht dagegen Verbesserungen auf der Linie.
Von
Greta Gramberg
Esslingen
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Die Burgruine Reußenstein bei Neidlingen ist ein beliebtes Ausflugsziel (Archivfoto).

/Horst Rudel

Die Busverbindung für Fahrradfahrer von Kirchheim zum beliebten Ausflugsziel Reußenstein auf der Alb soll auch nach zehn Jahren fortbestehen: Der Kreis Esslingen hält an seinem Radwanderbus fest – allerdings mit Veränderungen. Das teilt die Kreisverwaltung auf Anfrage mit. Damit hat Esslingen anders entschieden als die Göppinger Nachbarn. Der dortige Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistags hat kürzlich aus Kostengründen einstimmig das Aus für deren Radwanderbusse auf den Reußenstein gegeben. Die beiden Landkreise hatten bei den Verbindungen 170 (Kreis Esslingen) sowie RW1 und RW2 (Göppingen) kooperiert.

Seit 2015 verkehren die Busse der Linie 170 von Mai bis Oktober an Sonn- und Feiertagen im Zweistundentakt mit Fahrradanhängern in einem Rundkurs über Holzmaden, Aichelberg, Weilheim, Gruibingen, Mühlhausen und Wiesensteig zum Reußenstein und über Neidlingen zurück nach Kirchheim. Das wird sich nach Auskunft des Landratsamtes ab kommendem Jahr ändern. Denn im Zuge der Neuvergabe des Linienbündels 8, die zum Jahreswechsel greift, wird die Radwanderbusverbindung 170 in den Verlauf der Linie 177 integriert. Diese verbindet Kirchheim direkt mit Neidlingen – und wird ab Mai 2025 sonn- und feiertags im Wechsel zum Reußenstein und nach Schopfloch verlängert oder nach Wiesensteig (Kreis Göppingen).

Weniger Fahrtzeit

Weil der Radwanderbus künftig keinen Rundkurs über den Kreis Göppingen sondern auf direktem Wege zum Reußenstein fährt, ergeben sich damit künftig für Fahrgäste aus Kirchheim eine deutlich schnellere Fahrtzeit von 39 Minuten statt derzeit 56 Minuten auf die Alb, erklärt das Landratsamt. Gleichzeitig erfahre der Radwanderbus für Ausflügler und Radfahrer eine spürbare Angebotsverbesserung, weil der bisherige Zweistundentakt auf einen Einstundentakt umgestellt werde. „Diese Änderungen im ÖPNV-Angebot sind geeignet, den Freizeittourismus im Landkreis Esslingen zu stärken“, zeigt sich das Landratsamt überzeugt.

Fahrradanhänger sind in der warmen Jahreshälfte auch an den Bussen weiterer Linien im Kreis Esslingen angehängt, unter anderem Linie 191 (Blaue Mauer, Neuffen – Oberlenningen, mit Halten am Hohenneuffen sowie Therme und Freilichtmuseum Beuren).

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