Was tun bei Fersensporn?
: Versicherung: 2800 Betroffene im Kreis Esslingen

Fersensporn ist eine wenige Millimeter große Verknöcherung an der Ferse. Betroffene klagen aber über große Fußschmerzen.
Von
Greta Gramberg
Esslingen
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Was tun bei Fersensporn? Experten geben Tipps. (Symbolfoto)

Christin Klose/dpa-tmn

Die Symptome gelten als sehr unangenehm: Von Fersensporn Betroffene klagen vor allem morgens beim Aufstehen über stechende oder bohrende Schmerzen. Im Kreis Esslingen waren allein 2023 mehr als 2800 AOK-Versicherte in ärztlicher Behandlung wegen Fersensporn. Das berichtet die Versicherung. Die Therapie erfordere viel Geduld.

Die Schmerzen entstehen nach Angaben der AOK durch die Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle. Es handele sich um eine kleine, wenige Millimeter große, dornenförmige Verknöcherung an der Ferse. „Diese kann entstehen, wenn der Körper versucht, einen gereizten Sehnenstrang an der Fußsohle zu reparieren“, erklärt die AOK-Ärztin Ariane Chaudhuri.

Gewichtsreduktion hilft

Doch was hilft dagegen? „Jeder kann selbst Einiges ausprobieren, um die Beschwerden zu lindern. Beispielsweise bequeme Schuhe mit dämpfender Sohle tragen, die Fußsohle kühlen oder leicht massieren“, sagt Chaudhuri. Es sei wichtig, den Fuß zu schonen, um eine Überlastung und Verstärkung der Entzündung zu vermeiden. Auch Gewichtsreduktion bei starkem Übergewicht sei ratsam.

Mehrere Therapien kombiniert

Oftmals ließen die Schmerzen innerhalb eines Jahres ohne Behandlung nach. Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder Ärztin könnten auch Schmerzmedikamente für begrenzte Zeit infrage kommen. Wenn eine Fehlstellung des Fußes vorliege, seien zusätzlich orthopädische Einlagen möglich. Dehn- und Kräftigungsübungen würden empfohlen, sobald sich der Fuß etwas erholt habe.

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Häufig werden laut Chaudhuri mehrere Behandlungen kombiniert. Wenn die Beschwerden dennoch über mehrere Wochen anhielten, können weitere Behandlungen wie Kortisonspritzen oder eine extrakorporale Stoßwellentherapie in Frage kommen.