„Werden Parkplätze wegfallen“
: 200 neue Bäume für Esslingen – hier wurde der erste gepflanzt

In Esslingen sollen in den kommenden drei Jahren 200 neue Bäume gepflanzt werden. Jetzt hat der erste Baum symbolisch eine Heimat gefunden.
Von
Sebastian Xanke
Esslingen

Oberbürgermeister Matthias Klopfer vor der frisch eingepflanzten Mispel.

xan

Etwa 200 neue Bäume soll Esslingen in den kommenden drei Jahren erhalten. Das Ziel: Abkühlung für die wegen der zunehmenden Hitze besonders belasteten Tallagen. Auf dem Spielplatz Diakonissengarten in Esslingen hat das große Pflanzprojekt am Freitag symbolisch begonnen. Der Parlamentarische Staatssekretär Nils Schmid und Esslingens Oberbürgermeister Matthias Klopfer verpflanzten eine Mispel. „Die Hitzetage werden immer mehr und Wissenschaftler sind sich einig, dass es in Esslingen in 10 bis 15 Jahren ein Klima wie in Madrid haben wird“, so Klopfer. Mit dem Bäumen soll aber nicht nur dem Stadtklima geholfen werden, sondern auch „Lebensqualität und das soziale Miteinander“ gefördert werden, ergänzte Schmid.

Gepflanzt werden die Schattenspender in Zell, Mettingen, in der Altstadt und in Oberesslingen. Die genauen Standorte werden derzeit final geprüft, stehen sollen die Bäume in Wohnstraßen. „Es fällt auch der ein oder andere Stellplatz weg“, sagte Klopfer und weiter: „Das müssen wir aushalten, wenn wir die Klimaanpassung angehen wollen.“ Rettungswege, Leitungen im Boden, Denkmalpflege, Busverkehr und mehr: Bei der Standortauswahl muss die Stadt viele Faktoren gleichzeitig beachten. Im Stadtbild werden die ersten neuen Bäume deshalb wahrscheinlich erst im Herbst 2026 sichtbar sein.

Kaum einheimische Bäume für Esslingen

33 verschiedene Baumarten werden verpflanzt, auf einheimische Arten verzichte man fast vollständig, da diese nicht mehr für das heiße Stadtklima geeignet seien, erklärt Matthias Scheider, Leiter des Esslinger Grünflächenamtes. Alle ausgewählten Bäume seien hitze- sowie kälteresistent und von Beginn an mit einem größeren Blätterdach ausgestattet.

Eine Mispel etwa, die nun auch im Diakonissengarten steht, ist in der Regel zwei bis fünf Meter hoch und hat ausladende Zweige. Sie bildet weiße, manchmal auch rosa Blüten und darüber hinaus essbare Früchte. Bienen und andere Insekten sowie Vögel schätzen den anspruchslosen Baum deshalb. Für die Maßnahmen bezieht die Stadt Mittel aus dem Förderprogramm des Bundes „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“. Esslingen erhält 2,25 Millionen Euro, die Stadt gibt nach eigenen Angaben 750.000 Euro dazu.

StZ Kreis Esslingen
Montag - Samstag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Esslingen im kompakten Überblick: Von Montag bis Samstag schicken wir Ihnen unseren Newsletter mit den fünf beliebtesten Themen unserer Leserinnen und Leser in Ihr E-Mail-Postfach. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.