Kläranlagen der Stadt Göppingen
: Abwasser geht künftig nach Schwäbisch Gmünd

Die Kläranlagen in Maitis und Lenglingen sind veraltet und sollen rückgebaut werden. An ihre Stelle treten jedoch ebenfalls wichtige Anlagen.
Von
red/frf
Göppingen/Maitis
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Kläranlage Maitis

Die Kläranlage in Maitis ist eine der Anlagen, die zurückgebaut werden sollen.

Staufenpress
  • Göppingen schließt Kläranlagen in Maitis und Lenglingen – Abwasser geht nach Schwäbisch Gmünd.
  • Betriebserlaubnis endet am 31. Dezember 2028, eine Neuerteilung ist laut Stadt nicht möglich.
  • Gründe: Anlagen sind veraltet und wirtschaftlich nicht auf heutige Standards bringbar.
  • In Maitis sind Rückbau, Regenüberlaufbecken, Pumpstation und Retentionsbodenfilter geplant.
  • Lenglingen stellt Kanalnetz auf Trennsystem um, Kamera erfasst Hausanschlüsse; Förderantrag bis 30. September 2027.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Kläranlagen in Maitis und Lenglingen sollen aufgelöst und das Abwasser künftig zur Kläranlage Zollerwiesen in Schwäbisch Gmünd gepumpt werden. Die Ursache: Die wasserrechtliche Erlaubnis zum Betrieb der Klärteiche in Lenglingen und der Kläranlage in Maitis läuft am 31. Dezember 2028 aus. Eine Neuerteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis zum Weiterbetrieb der Anlagen ist nicht möglich. Aber warum?

Wie die Göppinger Stadtverwaltung mitteilt, sind beide Anlagen veraltet und können aus technischer Sicht nicht wirtschaftlich modernisiert werden, um die heutigen Anforderungen an die Abwasserreinigung zu erfüllen. In diesem Zusammenhang werde auch das Kanalnetz in Lenglingen grundlegend umgebaut. Über den aktuellen Planungsstand wurde die Bevölkerung in der vergangenen Sitzung des Bezirksbeirats am 21. Oktober informiert. Der Gemeinderat hat am 22. Oktober dem Abschluss der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit der Stadt Schwäbisch Gmünd über den Anschluss der Ortsteile Maitis und Lenglingen an die Sammelkläranlage Zollerwiesen zugestimmt.

Anlagen werden durch Neues ersetzt

Der derzeitige Planungsstand stellt sich wie folgt dar: In Maitis laufen die Planungen für den Rückbau der bestehenden Kläranlage und den Bau der erforderlichen neuen Anlagen. Dazu gehören ein Regenüberlaufbecken, eine Abwasserpumpstation und ein Retentionsbodenfilter. In Lenglingen ist der Verlauf der bestehenden Kanalisation noch nicht vollständig erfasst. Aufgrund der schwierigen Verhältnisse vor Ort komme deshalb nun auch eine spezielle Kamera zum Einsatz, mit der Hausanschlussleitungen befahren und geortet werden können. Diese Maßnahmen auf den jeweiligen Grundstücken erfolgen ausschließlich in Abstimmung mit den Eigentümern, versichert die Stadt. Parallel dazu laufen die Planungen, um die öffentliche Kanalisation auf ein Trennsystem umzustellen. Für die fast sechs Kilometer lange Trasse der neuen Abwasserdruckleitung sollen demnächst die vermessungstechnischen Aufnahmen und die geologische Erkundung abgeschlossen und ausgewertet werden.

Nach dem aktuellen Terminplan sollen Anfang 2027 die Unterlagen für die erforderliche wasserrechtliche Erlaubnis zur Neuordnung der Abwasserentsorgung eingereicht werden. Bis zum 30. September 2027 soll außerdem ein Antrag auf Fördermittel nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft gestellt werden. Damit die Bauarbeiten möglichst bereits 2027 beginnen können, soll zusätzlich ein Antrag auf vorzeitigen Baubeginn gestellt werden.